Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Drucken
 

Laga 2019: Beelitz erreicht die nächste Runde

Beelitz, den 20.01.2015

Jubel in Beelitz: Im Bewerbungsverfahren um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2019 ist die Spargelstadt eine Runde weiter – und darf nun eine umfangreiche Bewerbung bei der Landesregierung einreichen. Ebenfalls noch im Rennen sind die Städte Wittstock und Spremberg, ausgeschieden sind Zossen, Seelow und Bad Freienwalde. Das hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Montagabend auf dem Empfang der Landesregierung anlässlich der Internationalen Woche in Berlin bekannt gegeben.

 

„Ich bin überglücklich, dass wir als qualifizierter Bewerber um die Landesgartenschau überzeugen konnten“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. „In den kommenden Monaten werden wir unsere ganze Kraft und Kreativität einsetzen, um unsere Ideen weiter zu entwickeln und die bisherigen Planungen zu vertiefen. Die Entscheidung der Landesregierung zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Wir  haben nicht nur deutlich gemacht, dass unsere Stadt als Laga-Standort geeignet ist, sondern dass wir auch frische und neue Ansätze für eine erfolgreiche und weithin beachtete Gartenschau verfolgen“, so der Bürgermeister weiter.

 

Ausdrückliche Unterstützung kommt unter anderem vom Landkreis Potsdam-Mittelmark: „Beelitz ist besonders gut geeignet, eine Landesgartenschau zu präsentieren“, heißt es in einem Schreiben von Landrat Wolfgang Blasig. „Die Stadt hat sich bereits als Spargelstadt einen Namen gemacht und ist darüber hinaus für die gesamte Region ein Zentrum (Motor) der wirtschaftlichen Entwicklung.“ Als Mitglied der AG Städte mit historischem Stadtkern habe Beelitz durch die effiziente Umsetzung der Städtebauförderung eine bemerkenswert gute Entwicklung genommen. „Der Landkreis Potsdam-Mittelmark wird die Stadt Beelitz im Rahmen seiner Möglichkeiten sowohl bei der weiteren Bewerbung als auch im Falle einer für Beelitz positiven Entscheidung bei der Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau unterstützen.“

 

Bereits Ende November hat die Stadt Beelitz im Rahmen der ersten Bewerbungsrunde ein schon recht weit gediehenes Konzept vorgelegt. Starke Unterstützung dafür kam von der Werderaner Landschaftsarchitektin Anja Möller, die die Stadt nun auch im weiteren Verfahren begleiten wird.  Teil der Überlegungen für eine Landesgartenschau in Beelitz sind die „Neuerfindung“ des Wasserturmes aus dem Jahr 1928 als größten Wasserfall Brandenburgs sowie die Wiederöffnung des historischen Mühlenfließes südlich der Altstadt und der Umgestaltung des vor 20 Jahren stillgelegten Alten Klärwerks zum Standort für Blumenschauen und Veranstaltungen. Thematische Klammern für eine Beelitzer Gartenschau bieten neben dem Spargel und dem Wasser auch die Geschichte der Stadt als Haltepunkt an der Poststrecke Berlin-Leipzig im 18. und 19. Jahrhundert. „Eine weitere Besonderheit unserer Stadt ist ihre Lage in einem Landstrich, der zum einen kulturlandschaftlich geprägt, der zum anderen aber über viele naturbelasse Bereiche verfügt. Eine Landesgartenschau in Beelitz würde dies alles verbinden“, erklärt Bürgermeister Knuth.

 

Punkten will Beelitz aber auch mit seinen infrastrukturellen Voraussetzungen: Die Verkehrsanbindung ist durch die Autobahnen 9 und 10 sowie die Bahnstrecken nach Berlin, Dessau und Jügerbog ideal. Die Stadt ist weithin bekannt und hat vor allem durch das Spargelfest und die Beelitzer Festspiele Erfahrung mit großen Besucherströmen. Außerdem grenzen die anvisierten Laga-Flächen direkt an die Altstadt, die in den vergangenen Jahren umfangreich saniert werden konnte.  „Sollte sich die Landesregierung am Ende tatsächlich für Beelitz als Ausrichter der Landesgartenschau entscheiden, so würden die zur Verfügung stehenden Fördermittel ausschließlich in Gartenschau-Projekte fließen, die bei uns auch nachhaltig wirken würden“, so der Bürgermeister.

 

Laut Landesregierung müssen die Bewerbungen bis zum 31. August eingereicht werden. Eine Entscheidung, wer letztendlich den Zuschlag erhält, soll im Januar 2016 bekannt gegeben werden.