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Herbst-Blätter
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Illustration von Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten der Stadt Beelitz

Bauvorhaben der Stadt Beelitz

Bauvorhaben der Stadt Beelitz

Park an der Nieplitz – Umgestaltung der Festwiese

Wo bisher die Beelitzer Festspiele und andere Veranstaltungen von Stadt und Vereinen ausgerichtet wurden, rollen nun die Bagger: Heute wurde offiziell mit der Umgestaltung der Festwiese zwischen Nieplitz und Beelitzer Altstadt begonnen – zum Kerngelände für die Brandenburgische Landesgartenschau 2022. Dazu hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) einen Förderscheck über eine Million Euro vor Ort übergeben. Dafür – und mit weiteren Mitteln der Stadt– soll hier in den nächsten gut drei Jahren eine Parklandschaft entstehen, auf der sich nicht nur das Brandenburgische Gärtner-Handwerk präsentiert, sondern wo sich Beelitz und die gesamte Region einem großen Publikum vorstellen.

„Dreieinhalb Jahre sind nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es gut, dass jetzt begonnen wird“, sagte der Minister und betonte: „Die Landesgartenschau ist in Beelitz in guten Händen.“ In einem ersten Schritt werden nun die alten Garagen abgerissen, wobei Vogelsänger sich heute Vormittag selbst in den Bagger setzte und mit der Schaufel zupackte. Für jene Mieter, welche die Garagen noch für ihre Autos genutzt hatten, ist durch die Stadt Ersatz geschaffen worden, was für Akzeptanz gesorgt hatte.

Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich, dass der heutige 5. Dezember ein denkwürdiges Datum sei: „Wir schreiben hier ein Stück Stadtgeschichte. Was sich in den nächsten Jahren durch die Landesgartenschau bei uns tun wird, wird einfach sensationell.“ Die Stadt werde alles geben, um die Schau zu einem Erfolg werden zu lassen. Dafür sei man gut aufgestellt: „Für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre haben wir enorm hohe investive Ausgaben vorgesehen: elf Millionen Euro für 2019 und weitere 19 Millionen für das übernächste Jahr.“ Natürlich sind das nicht nur Ausgaben für Laga-Projekte, aber insgesamt seien solche Zahlen schon beachtlich für eine Kleinstadt wie Beelitz.

Knuth würdigte zudem die gute Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Gartenschau mit allen Genehmigungsstellen, allem voran mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe des Landes, welche die Stadt bei den Vorbereitungen auf die Gartenschau begleitet. Auch die Lokale Aktionsgruppe Fläming und das Landesamt für Verbraucherschutz, Umwelt und Flurneuordnung sowie der Landkreis mit seinen Behörden würden der Stadt hilfreich und wohlwollend zur Seite stehen. „Nicht zuletzt haben aber unsere Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Votum für die Landesgartenschau in Beelitz die Weichen gestellt, um unsere Stadt nicht nur für ein halbes Jahr zum Besuchermagneten zu machen, sondern nachhaltig weiter zum Positiven zu verändern.“

Die EU-weite Ausschreibung für die zentralen Planungsleistungen ist mittlerweile abgeschlossen, Anfang des neuen Jahres soll der Auftrag vergeben werden. Dann werden die Gartenschauprojekte wie die Umwandlung der Festwiese zum Gartenschaugelände, des ehemaligen Klärwerks zur Veranstaltungsarena und viele weitere Form annehmen – zunächst auf dem Reißbrett, und dann, unmittelbar für alle zu erkennen, direkt neben der Altstadt.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Schaffung von Löschwasserbrunnen

Im Zuge des Waldbrandschutzes schafft die Stadt Beelitz Löschwasserbrunnen in den Gemarkungen Beelitz, Fichtenwalde und Busendorf. Der Bau von fünf Brunnen wird zu 100 Prozent vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft aus Mitteln des Landes und des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER gefördert.

Vor dem Hintergrund des Großbrandes Ende Juli 2018 am Autobahndreieck Potsdam, bei dem rund 50 Hektar Wald vernichtet wurden und Häuser in Fichtenwalde zeitweilig stark bedroht waren, der Ort sogar kurz vor der Evakuierung stand, hat die Stadt beschlossen, den Waldbrandschutz massiv zu intensivieren. Dazu gehören neben einer noch stärkeren Kooperation der Feuerwehren in der Region zum Einen der Ausbau von Waldwegen – circa 18 bis 20 Kilometer Waldweg werden aktuell befestigt, damit Löschfahrzeuge möglichst schnell an mögliche Einsatzorte gelangen – und zum Anderen die Schaffung der nötigen Wasserversorgung. Geplant sind fünf Brunnen rund um den Ort sowie weiter südlich, die mit insgesamt 76 218,70 Euro gefördert werden, zusätzlich schafft die Stadt selbst zwei zusätzliche Löschwasserentnahmestellen.

Verbundprojekt Nationale Klimaschutzinitiative

Landkreisübergreifender Ausbau und Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie Einrichtung eines Fahrradverleihsystems zwischen Nuthe und Nieplitz

Die Städte Beelitz, Luckenwalde und Trebbin beabsichtigen, durch integrierte Maßnahmen zum Ausbau und der Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie durch die Einrichtung eines Fahrradverleihsystems die Bedingungen für den Fahrradverkehr signifikant zu verbessern. Dies gilt sowohl für den touristischen- als auch für den Alltagsverkehr. Realisiert werden sollen u.a. Lückenschlüsse im bestehenden Radwegenetz, um das Fahrrad als echte Alternative gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu etablieren. Konkret wird auf dem Gebiet der Stadt Beelitz ein Fahrradweg entlang der Landesstraße 73 vom Kreisverkehr Zauchwitz bis zur Kreisgrenze zwischen Rieben und Dobbrikow hergestellt. Die Weiterführung bis Luckenwalde wird durch die Verbundpartner realisiert.

Die überdachten Fahrradabstellanlagen werden vorzugsweise an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs wie den Bahnhöfen Beelitz-Stadt, Beelitz-Heilstätten, Elsholz und Buchholz eingerichtet. Sie dienen der besseren Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Neben den klassischen Abstellanlagen werden auch Ladevorrichtungen für E-Bikes installiert.

Im Rahmen des Verbundprojekts soll von allen Verbundpartnern ein Fahrradverleihsystem aufgebaut werden. Das Fahrradverleihsystem und das Radwegeleitsystem erhält ein einheitliches Design.

Ziel dieses Verbundprojektes ist es, durch die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur die Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu motivieren. Dadurch soll es im Alltag zu deutlichen Einsparungen von CO²-Emissionen kommen. Weiterhin ist beabsichtigt, mit diesem Projekt die touristischen Potenziale des Fahrradverkehrs besser auszuschöpfen, um z.B. Menschen aus Potsdam und Berlin in die Region zu locken.

Laufzeit des Vorhabens: 01.03.2018 – 31.12.2020

Förderkennzeichen: 03KBR0048C

Umsetzung FFH-Managementplanung in der Kulisse der Landesgartenschau Beelitz

Derzeit realisiert die Stadt Beelitz das Vorhaben: „Umsetzung FFH-Managementplanung in der Kulisse der Landesgartenschau Beelitz“.

Mit dem Vorhaben sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, mit der Landesgartenschau einen aktiven Beitrag zum Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt und der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen zu leisten.

Mit der Erarbeitung des Konzepts wird die Grundlage dafür gelegt, die Zielstellungen des Naturparks Nuthe-Nieplitz und darüber hinaus des Flora-Fauna-Habitatgebietes (FFH) Obere Nieplitz in die Gestaltung des Landesgartenschaugeländes einfließen zu lassen. Die Ergebnisse der FFH-Managementplanung werden konkretisiert und in die Planung der Landesgartenschau eingebunden.

Das Vorhaben wird entsprechend der Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins im Land Brandenburg und Berlin aus dem Haushalt des Landes Brandenburg unter Beteiligung des Bundes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ gefördert.
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Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Außenanlagen der neuen Sporthalle Fichtenwalde

Seit dem vergangenen Jahr laufen die Arbeiten für den Bau einer Mehrzweckhalle im zweitgrößten Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde. In einem ersten Bauabschnitt wird die Halle mit einer Gesamtfläche von 1336 Quadratmeter auf einem Grundstück an der Friedrich-Engels-Straße, direkt gegenüber dem Schulstandort, errichtet. Dort werden künftig der Schul- und Vereinssport auf einem 582 Quadratmeter großen Spielfeld stattfinden, zudem ist ein Kraftsportraum mit einer Fläche von 148 Quadratmetern vorgesehen. Es wird getrennte Umkleidekabinen und Toiletten geben, neben dem Sport sollen künftig auch größere Veranstaltungen der Schule und des Ortes insgesamt hier statt finden. Bislang müssen sich der Sportverein, in dem rund 400 Mitglieder in 13 verschiedenen Abteilungen aktiv sind, und die Grundschule die kleine Schulsporthallte aus DDR-Zeiten teilen. Der Bedarf nach einer größeren Halle wird seit Jahren betont, bereits 2010 war ein Grundsatzbeschluss durch die Stadtverordneten gefasst worden. Für den Neubau hat die Stadt Beelitz insgesamt 2,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln eingeplant.

Das Projekt „Mehrzweckhalle“ ist in das Gesamtkonzept „CAMPUS Fichtenwalde“ integriert, da sich der benachbarte Schulstandort und der Vereins- und Veranstaltungskomplex in ihren Funktionen ergänzen. In einem zweiten und dritten Bauabschnitt sollen die Außenanlagen hergerichtet und auch Stellplätze für Nutzer der Halle und für Besucher von dortigen Veranstaltungen geschaffen werden. Die dafür eingeplanten Investitionskosten von 254 747,42 Euro werden zu 75 Prozent durch Zuwendung des Landes Brandenburg gemäß Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER vom 20. August 2015, geändert am 6. April 2016, gefördert. Das heißt, die Kosten werden in Höhe von 191.060,56 Euro bezuschusst.

Durch den Ausbau der Außenanlagen des Schulcampus‘ bis hin zur Mehrzweckhalle sollen mehrere probleme gelöst werden: Zum einen wird das Gelände schon jetzt und auch an den Wochenenden und in der Ferienzeit intensiv durch Einrichtungen wie die Kita, den Jugendclub und die Vereine genutzt. Die zur Verfügung stehenden Stellplätze sind sind begrenzt nur im Bereich der Eichenstraße (vor der Grundschule und vor der KITA) vorhanden.  Durch die neue Mehrzweckhalle wird die Nutzung noch intensiviert und der Stellplatzbedarf wird weiter wachsen, diesem Bedarf wird durch die Schaffung neuer Stellplätze entsprochen.

Zudem wird durch die Umgestaltung auch ein barrierefreier Zugang zu den zu den Kinderbetreuungs-, Schul- und Freizeitobjekten geschaffen und das Gelände wird naturnah in das vor allem durch den Wald geprägte Ortsbild eingebunden. Durch die Neugestaltung der Außenanlagen entsteht ein Areal, auf dem sich nicht nur die Schüler und Hortkinder gern aufhalten und sich wohlfühlen, sondern auch Eltern, Großeltern und Bürger, die sich rund um die Schule und im Sportverein engagieren.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Neubau "Stützpunktfeuerwehr Beelitz"

Als sogenannte Stützpunktfeuerwehr ist die Freiwillige Feuerwehr Beelitz nicht nur für die Sicherheit der Bürger im Stadtgebiet zuständig, sondern darüber hinaus auch für Schwerpunkte wie die sehr stark befahrenen Abschnitte der Autobahnen 9 und 10 rund um das Dreieck Potsdam, für den Güterbahnhof in Neuseddin, für weitläufige Waldflächen und große Objekte wie die Beelitzer Kliniken, das Gewerbegebiet Beelitz und mehrere große Landwirtschaftsbetriebe.

Die Ortswehr Beelitz mit derzeit rund 31 aktiven Einsatzkräften und einer starken Nachwuchsabteilung ist seit Anfang der 1990er Jahren in einem der Wirtschaftsgebäude auf einem ehemaligen KAP-Hof (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) in der Berliner Straße 22 in der Beelitzer Kernstadt untergebracht. Der Umzug war damals nötig geworden, weil die Technik in der angestammten Alten Wache aus dem Jahre 1903 in der Altstadt selbst zu klein geworden war, sodass die Stadt das Gelände für ihre Feuerwehr übernahm.

Die dortigen Gebäude stammen aus DDR-Zeiten und entsprechen längst nicht mehr den heutigen Standards, sodass sich die Stadt für einen Neubau entschieden hatte. Weitere Argumente waren die unmittelbare Nachbarschaft des alten Standortes zur Wohnbebauung, was immer wieder zu Bedenken im Hinblick auf den Lärmschutz führt, dem Fehlen von geeigneten Außenflächen für Übungszwecke, der zu schmalen Grundstückszufahrt, die einen Begegngungsfall zwischen an- und ausrückenden Einsatzkräften massiv erschwert, zumal die Zufahrt auch vom städtischen Bauhof und einem auf dem Gelände ansässigen Betrieb genutzt wird. Nicht zuletzt ist der derzeitige Standort auch alles andere als zuträglich für das Image der Feuerwehr, die sich auch in Beelitz sehr aktiv um Nachwuchs bemüht.

Die Vorzüge des neuen Standortes in der Trebbiner Straße liegen demgegenüber auf der Hand: Durch die Beteiligung der Feuerwehrleute sowie die Expertise des Planungsbüros kann der Neubau mitsamt der Außenflächen genau auf die Bedürfnisse der künftigen Nutzer angepasst werden. Der großzügigen Fahrzeughalle, die einschließlich der Umkleide-, Lager- und Technikräume insgesamt 926 Quadratmeter misst, ist ein zweigeschossige Sozial- und Verwaltungsbereich angeschlossen, in dem Büros, Schulungs- und auch ein Fitnessraum untergebracht sind, dieser erstreckt sich auf insgesamt 535 Quadratmeter. Einzelne Gebäudebereiche wie die Fahrzeugwaschanlage und Lagermöglichkeiten werden künftig auch anderen Ortswehren im Beelitzer Stadtgebiet zur Verfügung gestellt.

Mit dem Bau vorwiegend durch Firmen aus der Region ist im Frühsommer 2017 begonnen worden, die Einweihung ist für Anfang August geplant. Die Investitionskosten für das Projekt „Stützpunktfeuerwehr Beelitz“ werden aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes Brandenburg zur Hälfte gefördert. Die Höhe der Förderung beläuft sich auf 1,66 Millionen Euro. Die andere Hälfte wird durch die Stadt Beelitz getragen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: https://mdf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.414462.de#KIP

Erweiterung des Ärztehauses zum Gesundheitszentrum Beelitz

Mit dem Projekt Gesundheitszentrum Beelitz soll ein entscheidender Beitrag zur langfristigen Sicherung der gesundheitlichen Daseinsfürsorge für das Mittelzentrum Werder-Beelitz geleistet werden. Für die Bürger soll das Angebot an erreichbaren gesundheitlichen Dienstleistungen erweitert und langfristig gesichert werden. Des Weiteren sollen die Voraussetzungen für eine weitere Qualitätssteigerung der Dienstleistungen im Bereich der Gesundheitsfürsorge und medizinischen Betreuung erreicht werden.

Aufgrund des baulichen Zustandes ist die weitere Nutzung der Immobilie Trebbiner Straße 22 als Gesundheitshaus Beelitz mittelfristig ohne umfassende Sanierung nicht möglich. Das vorhandene Gesundheitshaus soll deshalb baulich und energetisch saniert und zu einem Gesundheitszentrum erweitert werden.  Durch den Erweiterungsbau, die bauliche und energetische Sanierung des alten Anbaus, sowie die räumliche Neuordnung sollen weitere Nutzflächen für einen gemeinschaftlich nutzbaren OP-Bereich, die Erweiterung der Augenarztpraxis und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit der Johanniter-Unfallhilfe geschaffen werden.

Unter Anderem sind der Aufbau und der Betrieb einer Sozialstation vorgesehen. Mit der geplanten Baumaßnahme sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die Nutzungs- und Kooperationsmöglichkeiten für die vorhandenen Gesundheitsdienstleiter wesentlich zu optimieren. Mittelfristig sind ein weiterer Anbau und die Ansiedlung weiterer Fachärzte sowie eines Labors vorgesehen. Die funktional bedingte Ausstattung der Räume erfolgt durch die Mieter. Der OP-Bereich wird durch die Mieter gemeinschaftlich ausgestattet. Durch die energetische Sanierung soll ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz sowie zur Kostenminimierung geleitet werden.

Die bereits vorhandenen Arztpraxen verfügen jeweils über ca. 1.000 bis 1.400 Patienten. Das Einzugsgebiet reicht von Luckenwalde, Treuenbrietzen, Niemegk, Klein Marzehns, Brück, Seddiner See, Werder (Havel) bis nach Trebbin und  Michendorf. In der Mittelbereichskonzeption Werder-Beelitz sind der Erhalt und der Ausbau einer wohnortnahen medizinischen Versorgung vor allem für ältere und weniger mobile Menschen als wichtiges Ziel festgeschrieben. Das Projekt trägt wesentlich zur Erreichung dieser Zielstellung bei. Kooperationspartner sind die Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Brandenburg (KVBB) sowie die bereits im Ärztehaus ansässigen Pächter und potentielle neue Fachärzte, die sich im Gesundheitszentrum niederlassen wollen. Mit der KVBB wird die Bedarfssituation abgestimmt und die Werbung für Praxisnachfolgen sowie der Zuzug neuer Fachärzte betrieben.

Die Planung des Vorhabens erfolgt flächenscharf entsprechend der abgestimmten Anforderungen und Bedarfe der Nutzer. Mit den Gesundheitsdienstleistern erfolgt ein kontinuierlicher Austausch, um optimale Nutzungsbedingungen herzustellen. Mit dem Vorhaben werden weitere Nutzflächen, z.B. für einen gemeinschaftlich nutzbaren OP- Bereich geschaffen.

Das geplante Vorhaben ist finanziell abgesichert. Der Kofinanzierung des städtischen Eigenanteils ist Haushaltsbestandteil. Die Räumlichkeiten sind vollständig zur Nutzung vermietet. Die laufenden und Betriebskosten zahlen die Mieter. Instandsetzung und Unterhaltungskosten werden über Mieteinnahmen dauerhaft abgesichert. Sofern eine Deckungslücke auftreten sollte wird diese über den kommunalen Haushalt mit dem Zweck und Ziel kommunaler Daseinsvorsorge abgesichert.

Das gesamte Sanierungskonzept und die Neubauplanungen sind konsequent unter voller Berücksichtigung der Belange der Mobilitätsbeeinträchtigten und Menschen mit weiteren Beeinträchtigungen erarbeitet worden. Im Baugenehmigungsverfahren wurde der behindertenbeauftragte des Landkreises beteiligt.

Laut aktuellen Kostenschätzungen werden die Gesamtkosten für das Projekt 1 215 430 Euro betragen. Davon wird die Kostengruppe 300 (Rohbau) in Höhe von 783.575,73 Euro als gesamtförderfähige Kosten angesehen. Diese werden mit 31,27 Prozent in Höhe von 245.000 Euro durch Zuwendung des Landes Brandenburg gemäß Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER vom 20. August 2015, geändert am 6. April 2016, gefördert.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Touristisches Leitsystem "Beelitzer Spargelstraße"

Es gibt die „Deutsche Weinstraße“ in der Pfalz, die „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt oder die „Schwäbische Dichterstraße“ in Baden-Württemberg. Jetzt verfügt auch Brandenburg über eine ausgewiesene touristische Ferienstraße, und auf der kommen Besucher an fast jedem Streckenkilometer auf den Geschmack. Im Mai 2017 ist die „Beelitzer Spargelstraße“ eingeweiht worden: Auf 30 Kilometern von Lehnin über das komplette Beelitzer Stadtgebiet bis zur Grenze des Landkreises weisen die markanten braunen Tafeln auf Spargelhöfe, Restaurants und Hofläden hin. Dazu gibt es eine Begleitkarte, auf der auch Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Denkmale sowie viele weitere Ausflugsziele verzeichnet sind.

„Mit der Beschilderung hat unsere Spargelstraße jetzt endlich Gestalt angenommen“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. Der Begriff kursierte bereits seit Jahren in touristischen Publikationen, allerdings fehlte es bislang an einer konkreten Umsetzung am Straßenrand. Dank einer Förderung aus dem EU-Topf für die ländliche Entwicklung und einer umfangreichen Vorbereitung durch Stadtverwaltung und Spargelverein ist dieses Ziel nun erreicht: 40 Hinweistafeln wurden in den vergangenen Wochen entlang der Landesstraße 88 und der Bundesstraße 246 aufgestellt. Die Kosten von rund 100 000 Euro sind zu 75 Prozent gefördert worden. Erweitert werden soll die Strecke noch bis nach Trebbin, allerdings müssen dafür noch die letzten behördlichen Hürden genommen werden.

„Wir haben so viele attraktive Ziele, die wir Besuchern zeigen können“, so der Bürgermeister weiter. „Mit der Spargelstraße erreichen wir nun noch mehr Menschen und können sie für unsere Stadt, die Region und natürlich den Spargel interessieren.“ Mit der Schaffung eines einheitlichen Spargelstraßen- Leitsystems soll das touristische Angebot in der Region qualitativ aufgewertet werden. Es soll über Anbau, Ernte, Verarbeitung, Vermarktung und Zubereitung des Beelitzers Spargel informiert werden. Dadurch sollen der Bekanntheitsgrad der Spargelregion um Beelitz erhöht werden und die einzelnen Angebote besser dargestellt und vernetzt werden. Die Region erwartet durch die Maßnahme einen Imagezuwachs, ein qualitativ hohes Informationssystem und somit Verbesserungen für den Wirtschaftsfaktor „Spargel“. Um sich von der Vielfalt und Individualität überzeugen zu können, werden gerade auch Angebote der „kleineren“ Spargelhöfe hervorgehoben und der Touristenstrom dorthin geleitet werden.

Der Tourismus ist in der Beelitzer Region ist seit einigen Jahren stark im Aufwind: Allein die Übernachtungszahlen haben sind seit 2010 um ein Viertel auf rund 56 000 im Jahr 2017 gestiegen, Veranstaltungen wie das Spargelfest, die Beelitzer Festspiele und die thematischen Märkte erfreuen sich eines riesigen Zulaufes und auch weit über die Spargelsaison hinaus entdecken immer mehr Besucher Stadt und Umland als Ausflugsziel. Die Wirtschaft reagiert mit Investitionen in Übernachtungskapazitäten, den Ausbau der Gastronomielandschaft und Investitionen in neue touristische Zugpferde wie dem Baumkronenpfad oder den Barfußpark in Heilstätten, der in dieser Woche erstmals seine Tore für Gäste öffnet.

„Projekte wie die Spargelstraße zeigen auch, dass wir in Beelitz und darüber hinaus an einem Strang ziehen – vor allem wenn es um die Entwicklung unserer Stadt geht“, freut sich der Bürgermeister. Letztendlich würden alle von den Ergebnissen profitieren.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Sanierung und Umnutzung der Schinkelkirche Schäpe

Die marode und von der Schließung bedrohte Dorfkirche wurde zunächst durch die Sanierung des Kirchturmdaches (Schindeldeckung) vor dem Verfall bewahrt. 2013/2014 wurden auf Initiative der Kirchgemeinde und des örtlichen Fördervereins für die Schinkel-Kirche der Dachstuhl und das Dach des Kirchenschiffes erneuert. Damit waren die Ressourcen von Kirchgemeinde und Förderverein aufgebraucht.

In Anlehnung an das von der Stadt Beelitz mit der Kirchgemeinde Rieben realisierte Vorhaben des Umbaus der Riebener Dorfkirche zum multifunktionalem Zentrum, will nun die Stadt Beelitz die weiteren notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen unterstützen.

In einem nächsten Bauabschnitt soll die Hüllensanierung des Kirchenschiffes (Fassade, Fenster und Türen) erfolgen. Darüber hinaus muss noch die Turmhülle, inklusive der inneren Erschließung und die des Verbinders saniert werden, um dann in einem letzten Bauabschnitt noch die Kirche von Innen herzurichten bzw. für eine multifunktionale Nutzung umzubauen. Dazu sollen auch in einem externen Gebäude die sanitären Einrichtungen geschaffen werden.

Nachdem die Dacharbeiten im Jahr 2013 erledigt werden konnten, sollen die weiteren Bauabschnitte ab den Jahren 2017 und 2018 realisiert werden. Das Ende der gesamten Kirchensanierung ist für das Jahr 2018 geplant. Die Stadt Beelitz hat bereits für den Um-und Ausbau der Riebener Dorfkirche die Bauherrenschaft übernommen. Daher ist die Schäper Kirchensanierung und der Umbau zur multifunktionalen Nutzung für Beelitz kein Neuland.

Für den OT Schäpe soll das Kirchgebäude für kirchliche Zwecke erhalten und durch kleinere Umbauten und Erweiterungen für neue multifunktionale Nutzungen vorbereitet werden. Die Kirche soll dann der Stadt zu kommunalen Zwecken, den örtlichen Vereine und Verbände sowie in Beelitz ansässiger Gewerbetreibenden offen stehen. Insbesondere ist eine Einbindung der Schinkel-Kirche in das Beelitzer Tourismuskonzept (z.B. Spargelstraße und Spargelhöfe) geplant.

Die Kirchgemeinde und der Schinkelförderverein Schäpe haben bisher, seit 2013, die Bauherrenschaft über die Sanierung und den Umbau der Kirche innegehabt. In dieser Zeit wurden in 4 Bauabschnitten das Turm- und das Kirchenschiffdach erneuert, und an dem Kirchenhauptgebäude giebelseitig der neue Quaderputz aufgebracht. Insgesamt übernahmen Kirche und Förderverein unter der Hinzuziehung von Fördermittel und städtischen Zuschüssen ca. 126.000,00 € Planungs- und Baukosten. In diesem Jahr hat sich die Stadt Beelitz mit der Kirchengemeinde auf eine gemeinsame Kirchennutzung verständigt und hierzu einen Vertrag (Nutzungsvereinbarung) abgeschlossen.  Ähnlich dem Vorbild der partnerschaftlichen kirchlichen und weltlichen Nutzung der Riebener Kirche soll auch in Schäpe der Ortsbeirat und Gemeindekirchrat gemeinsame Projekte insbesondere mit dem ortsansässigen Spargelhof „Jakobs“ und dem Reiterhof „Rosenhof“ initiieren.

Die finanziellen Reserven der Kirchgemeinde und des Fördervereins sind aufgebraucht. Die Stadt konnte sich in den letzten Jahren auch finanziell auf die Übernahme der Bauherrenschaft für den 5. und 6. Bauabschnitt vorbereiten. Dazu wurden in Erwartung einer LEADER- Förderung, wie bei der Riebener Kirche, Eigenmittel angespart und in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingestellt. Ohne die Inanspruchnahme der LEADER- Mittel würde die Stadt Beelitz das Vorhaben des 5. und 6. Bauabschnittes nicht bewältigen können.

Durch den Umbau des Kirchengebäudes und die Ergänzung durch sanitäre Einrichtungen, erweitern sich die Nutzungsmöglichkeiten für den Standort erheblich. Nur durch die sakrale Nutzung wurde die bauliche Substanz nur gering genutzt. Eine Kostendeckung spielte für die Kirchgemeinde bisher keine Rolle. Mit dem Abschluss der Nutzungsvereinbarung wird es auch eine Gebührenordnung geben, in der geregelt wird, dass die Kosten, die durch eine Nutzung entstehen auch von den Verursachern getragen werden. Damit sollen die laufenden aus der Nutzung resultierenden Kosten teilweise ausgeglichen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein „ausgeglichener wirtschaftlicher Betrieb“ nicht zu leisten ist. Sowohl die Kirchgemeinde als auch die Stadt Beelitz werden in die zukünftigen Haushalte Geld für den Betrieb der Begegnungsstätte einplanen müssen.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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