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Illustration von Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten der Stadt Beelitz

Bauvorhaben der Stadt Beelitz

Bauvorhaben der Stadt Beelitz

Erweiterung des Ärztehauses zum Gesundheitszentrum Beelitz

Mit dem Projekt Gesundheitszentrum Beelitz soll ein entscheidender Beitrag zur langfristigen Sicherung der gesundheitlichen Daseinsfürsorge für das Mittelzentrum Werder-Beelitz geleistet werden. Für die Bürger soll das Angebot an erreichbaren gesundheitlichen Dienstleistungen erweitert und langfristig gesichert werden. Des Weiteren sollen die Voraussetzungen für eine weitere Qualitätssteigerung der Dienstleistungen im Bereich der Gesundheitsfürsorge und medizinischen Betreuung erreicht werden.

Aufgrund des baulichen Zustandes ist die weitere Nutzung der Immobilie Trebbiner Straße 22 als Gesundheitshaus Beelitz mittelfristig ohne umfassende Sanierung nicht möglich. Das vorhandene Gesundheitshaus soll deshalb baulich und energetisch saniert und zu einem Gesundheitszentrum erweitert werden.  Durch den Erweiterungsbau, die bauliche und energetische Sanierung des alten Anbaus, sowie die räumliche Neuordnung sollen weitere Nutzflächen für einen gemeinschaftlich nutzbaren OP-Bereich, die Erweiterung der Augenarztpraxis und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit der Johanniter-Unfallhilfe geschaffen werden.

Unter Anderem sind der Aufbau und der Betrieb einer Sozialstation vorgesehen. Mit der geplanten Baumaßnahme sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die Nutzungs- und Kooperationsmöglichkeiten für die vorhandenen Gesundheitsdienstleiter wesentlich zu optimieren. Mittelfristig sind ein weiterer Anbau und die Ansiedlung weiterer Fachärzte sowie eines Labors vorgesehen. Die funktional bedingte Ausstattung der Räume erfolgt durch die Mieter. Der OP-Bereich wird durch die Mieter gemeinschaftlich ausgestattet. Durch die energetische Sanierung soll ein wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz sowie zur Kostenminimierung geleitet werden.

Die bereits vorhandenen Arztpraxen verfügen jeweils über ca. 1.000 bis 1.400 Patienten. Das Einzugsgebiet reicht von Luckenwalde, Treuenbrietzen, Niemegk, Klein Marzehns, Brück, Seddiner See, Werder (Havel) bis nach Trebbin und  Michendorf. In der Mittelbereichskonzeption Werder-Beelitz sind der Erhalt und der Ausbau einer wohnortnahen medizinischen Versorgung vor allem für ältere und weniger mobile Menschen als wichtiges Ziel festgeschrieben. Das Projekt trägt wesentlich zur Erreichung dieser Zielstellung bei. Kooperationspartner sind die Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Brandenburg (KVBB) sowie die bereits im Ärztehaus ansässigen Pächter und potentielle neue Fachärzte, die sich im Gesundheitszentrum niederlassen wollen. Mit der KVBB wird die Bedarfssituation abgestimmt und die Werbung für Praxisnachfolgen sowie der Zuzug neuer Fachärzte betrieben.

Die Planung des Vorhabens erfolgt flächenscharf entsprechend der abgestimmten Anforderungen und Bedarfe der Nutzer. Mit den Gesundheitsdienstleistern erfolgt ein kontinuierlicher Austausch, um optimale Nutzungsbedingungen herzustellen. Mit dem Vorhaben werden weitere Nutzflächen, z.B. für einen gemeinschaftlich nutzbaren OP- Bereich geschaffen.

Der ansässige Augenarzt hat in Erwartung des Vorhabens bereits eine Augenärztin sowie weiteres Praxispersonal eingestellt. Er ist anerkannter Spezialist für Linsen-OP´s sowie in der Behebung von Schielstellungen. Gemeinsam mit einem Beelitzer Optiker  betreibt er eine Anlaufstelle für Schwachsichtige. Bisher führt er seine OP’s in Berlin und Potsdam durch. Durch die OP-Möglichkeit, für die im beantragten Vorhaben die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden sollen, wird ein Abwandern der Augenarztpraxis und damit der Wegfall des  Versorgungsangebotes sowie von Beschäftigung in der Region verhindert.

Das geplante Vorhaben ist finanziell abgesichert. Der Kofinanzierung des städtischen Eigenanteils ist Haushaltsbestandteil. Die Räumlichkeiten sind vollständig zur Nutzung vermietet. Die laufenden und Betriebskosten zahlen die Mieter. Instandsetzung und Unterhaltungskosten werden über Mieteinnahmen dauerhaft abgesichert. Sofern eine Deckungslücke auftreten sollte wird diese über den kommunalen Haushalt mit dem Zweck und Ziel kommunaler Daseinsvorsorge abgesichert.

Das gesamte Sanierungskonzept und die Neubauplanungen sind konsequent unter voller Berücksichtigung der Belange der Mobilitätsbeeinträchtigten und Menschen mit weiteren Beeinträchtigungen erarbeitet worden. Im Baugenehmigungsverfahren wurde der behindertenbeauftragte des Landkreises beteiligt.

Laut aktuellen Kostenschätzungen werden die Gesamtkosten für das Projekt 1 215 430 Euro betragen. Davon wird die Kostengruppe 300 (Rohbau) in Höhe von 783.575,73 Euro als gesamtförderfähige Kosten angesehen. Diese werden mit 31,27 Prozent in Höhe von 245.000 Euro durch Zuwendung des Landes Brandenburg gemäß Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER vom 20. August 2015, geändert am 6. April 2016, gefördert.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Touristisches Leitsystem "Beelitzer Spargelstraße"

Es gibt die „Deutsche Weinstraße“ in der Pfalz, die „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt oder die „Schwäbische Dichterstraße“ in Baden-Württemberg. Jetzt verfügt auch Brandenburg über eine ausgewiesene touristische Ferienstraße, und auf der kommen Besucher an fast jedem Streckenkilometer auf den Geschmack. Im Mai 2017 ist die „Beelitzer Spargelstraße“ eingeweiht worden: Auf 30 Kilometern von Lehnin über das komplette Beelitzer Stadtgebiet bis zur Grenze des Landkreises weisen die markanten braunen Tafeln auf Spargelhöfe, Restaurants und Hofläden hin. Dazu gibt es eine Begleitkarte, auf der auch Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Denkmale sowie viele weitere Ausflugsziele verzeichnet sind.

„Mit der Beschilderung hat unsere Spargelstraße jetzt endlich Gestalt angenommen“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. Der Begriff kursierte bereits seit Jahren in touristischen Publikationen, allerdings fehlte es bislang an einer konkreten Umsetzung am Straßenrand. Dank einer Förderung aus dem EU-Topf für die ländliche Entwicklung und einer umfangreichen Vorbereitung durch Stadtverwaltung und Spargelverein ist dieses Ziel nun erreicht: 40 Hinweistafeln wurden in den vergangenen Wochen entlang der Landesstraße 88 und der Bundesstraße 246 aufgestellt. Die Kosten von rund 100 000 Euro sind zu 75 Prozent gefördert worden. Erweitert werden soll die Strecke noch bis nach Trebbin, allerdings müssen dafür noch die letzten behördlichen Hürden genommen werden.

„Wir haben so viele attraktive Ziele, die wir Besuchern zeigen können“, so der Bürgermeister weiter. „Mit der Spargelstraße erreichen wir nun noch mehr Menschen und können sie für unsere Stadt, die Region und natürlich den Spargel interessieren.“ Mit der Schaffung eines einheitlichen Spargelstraßen- Leitsystems soll das touristische Angebot in der Region qualitativ aufgewertet werden. Es soll über Anbau, Ernte, Verarbeitung, Vermarktung und Zubereitung des Beelitzers Spargel informiert werden. Dadurch sollen der Bekanntheitsgrad der Spargelregion um Beelitz erhöht werden und die einzelnen Angebote besser dargestellt und vernetzt werden. Die Region erwartet durch die Maßnahme einen Imagezuwachs, ein qualitativ hohes Informationssystem und somit Verbesserungen für den Wirtschaftsfaktor „Spargel“. Um sich von der Vielfalt und Individualität überzeugen zu können, werden gerade auch Angebote der „kleineren“ Spargelhöfe hervorgehoben und der Touristenstrom dorthin geleitet werden.

Der Tourismus ist in der Beelitzer Region ist seit einigen Jahren stark im Aufwind: Allein die Übernachtungszahlen haben sind seit 2010 um ein Viertel auf rund 56 000 im Jahr 2017 gestiegen, Veranstaltungen wie das Spargelfest, die Beelitzer Festspiele und die thematischen Märkte erfreuen sich eines riesigen Zulaufes und auch weit über die Spargelsaison hinaus entdecken immer mehr Besucher Stadt und Umland als Ausflugsziel. Die Wirtschaft reagiert mit Investitionen in Übernachtungskapazitäten, den Ausbau der Gastronomielandschaft und Investitionen in neue touristische Zugpferde wie dem Baumkronenpfad oder den Barfußpark in Heilstätten, der in dieser Woche erstmals seine Tore für Gäste öffnet.

„Projekte wie die Spargelstraße zeigen auch, dass wir in Beelitz und darüber hinaus an einem Strang ziehen – vor allem wenn es um die Entwicklung unserer Stadt geht“, freut sich der Bürgermeister. Letztendlich würden alle von den Ergebnissen profitieren.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Sanierung und Umnutzung der Schinkelkirche Schäpe

Die marode und von der Schließung bedrohte Dorfkirche wurde zunächst durch die Sanierung des Kirchturmdaches (Schindeldeckung) vor dem Verfall bewahrt. 2013/2014 wurden auf Initiative der Kirchgemeinde und des örtlichen Fördervereins für die Schinkel-Kirche der Dachstuhl und das Dach des Kirchenschiffes erneuert. Damit waren die Ressourcen von Kirchgemeinde und Förderverein aufgebraucht.

In Anlehnung an das von der Stadt Beelitz mit der Kirchgemeinde Rieben realisierte Vorhaben des Umbaus der Riebener Dorfkirche zum multifunktionalem Zentrum, will nun die Stadt Beelitz die weiteren notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen unterstützen.

In einem nächsten Bauabschnitt soll die Hüllensanierung des Kirchenschiffes (Fassade, Fenster und Türen) erfolgen. Darüber hinaus muss noch die Turmhülle, inklusive der inneren Erschließung und die des Verbinders saniert werden, um dann in einem letzten Bauabschnitt noch die Kirche von Innen herzurichten bzw. für eine multifunktionale Nutzung umzubauen. Dazu sollen auch in einem externen Gebäude die sanitären Einrichtungen geschaffen werden.

Nachdem die Dacharbeiten im Jahr 2013 erledigt werden konnten, sollen die weiteren Bauabschnitte ab den Jahren 2017 und 2018 realisiert werden. Das Ende der gesamten Kirchensanierung ist für das Jahr 2018 geplant. Die Stadt Beelitz hat bereits für den Um-und Ausbau der Riebener Dorfkirche die Bauherrenschaft übernommen. Daher ist die Schäper Kirchensanierung und der Umbau zur multifunktionalen Nutzung für Beelitz kein Neuland.

Für den OT Schäpe soll das Kirchgebäude für kirchliche Zwecke erhalten und durch kleinere Umbauten und Erweiterungen für neue multifunktionale Nutzungen vorbereitet werden. Die Kirche soll dann der Stadt zu kommunalen Zwecken, den örtlichen Vereine und Verbände sowie in Beelitz ansässiger Gewerbetreibenden offen stehen. Insbesondere ist eine Einbindung der Schinkel-Kirche in das Beelitzer Tourismuskonzept (z.B. Spargelstraße und Spargelhöfe) geplant.

Die Kirchgemeinde und der Schinkelförderverein Schäpe haben bisher, seit 2013, die Bauherrenschaft über die Sanierung und den Umbau der Kirche innegehabt. In dieser Zeit wurden in 4 Bauabschnitten das Turm- und das Kirchenschiffdach erneuert, und an dem Kirchenhauptgebäude giebelseitig der neue Quaderputz aufgebracht. Insgesamt übernahmen Kirche und Förderverein unter der Hinzuziehung von Fördermittel und städtischen Zuschüssen ca. 126.000,00 € Planungs- und Baukosten. In diesem Jahr hat sich die Stadt Beelitz mit der Kirchengemeinde auf eine gemeinsame Kirchennutzung verständigt und hierzu einen Vertrag (Nutzungsvereinbarung) abgeschlossen.  Ähnlich dem Vorbild der partnerschaftlichen kirchlichen und weltlichen Nutzung der Riebener Kirche soll auch in Schäpe der Ortsbeirat und Gemeindekirchrat gemeinsame Projekte insbesondere mit dem ortsansässigen Spargelhof „Jakobs“ und dem Reiterhof „Rosenhof“ initiieren.

Die finanziellen Reserven der Kirchgemeinde und des Fördervereins sind aufgebraucht. Die Stadt konnte sich in den letzten Jahren auch finanziell auf die Übernahme der Bauherrenschaft für den 5. und 6. Bauabschnitt vorbereiten. Dazu wurden in Erwartung einer LEADER- Förderung, wie bei der Riebener Kirche, Eigenmittel angespart und in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingestellt. Ohne die Inanspruchnahme der LEADER- Mittel würde die Stadt Beelitz das Vorhaben des 5. und 6. Bauabschnittes nicht bewältigen können.

Durch den Umbau des Kirchengebäudes und die Ergänzung durch sanitäre Einrichtungen, erweitern sich die Nutzungsmöglichkeiten für den Standort erheblich. Nur durch die sakrale Nutzung wurde die bauliche Substanz nur gering genutzt. Eine Kostendeckung spielte für die Kirchgemeinde bisher keine Rolle. Mit dem Abschluss der Nutzungsvereinbarung wird es auch eine Gebührenordnung geben, in der geregelt wird, dass die Kosten, die durch eine Nutzung entstehen auch von den Verursachern getragen werden. Damit sollen die laufenden aus der Nutzung resultierenden Kosten teilweise ausgeglichen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein „ausgeglichener wirtschaftlicher Betrieb“ nicht zu leisten ist. Sowohl die Kirchgemeinde als auch die Stadt Beelitz werden in die zukünftigen Haushalte Geld für den Betrieb der Begegnungsstätte einplanen müssen.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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