Kontakt Impressum & Datenschutz Sitemap
Wappen der Stadt Beelitz
Aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser, um die Funktionen dieser Webseite nutzen zu können:
Internet Explorer
  1. Im Webbrowser, klicken Sie auf das "Tools"-Symbol und wählen Sie "Internet Options".
  2. Wechseln Sie im folgenden Fenster auf den "Security"-Reiter.
  3. Nun im "Security"-Reiter, drücken Sie auf "Custom level...".
  4. Wenn sich das "Security Settings - Internet Zone" Dialogfenster öffnet, scrollen Sie bis Sie zur Sektion "Scripting" gelangen.
  5. Unter "Active Scripting" wählen Sie den Eintrag "Enable".
  6. Nun erscheint ein "Warning!"-Fenster welches Sie fragt "Are you sure you want to change the settings for this zone?" - wählen Sie "Yes".
  7. Wieder zurück in den "Internet Options", klicken Sie auf OK um die Einstellungen zu speichern und das Fenster zu schließen.
  8. Klicken Sie auf den "Refresh" Knopf in Ihrem Browser um die Seite neu zu laden.
Internet Explorer < 9
  1. Im Browserfenster klicken sie auf "Tools" und wählen Sie die "Internet Options" aus.
  2. Wechseln Sie im folgenden Fenster auf den "Security"-Reiter.
  3. Nun im "Security"-Reiter, drücken Sie auf "Custom level...".
  4. Wenn sich das "Security Settings - Internet Zone" Dialogfenster öffnet, scrollen Sie bis Sie zur Sektion "Scripting" gelangen.
  5. Unter "Active Scripting" wählen Sie den Eintrag "Enable".
  6. Nun erscheint ein "Warning!"-Fenster welches Sie fragt "Are you sure you want to change the settings for this zone?" - wählen Sie "Yes".
  7. Wieder zurück in den "Internet Options", klicken Sie auf OK um die Einstellungen zu speichern und das Fenster zu schließen.
  8. Klicken Sie auf den "Refresh" Knopf in Ihrem Browser um die Seite neu zu laden.
Mozilla Firefox
  1. Geben Sie in der Adressleiste about:config ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Klicken Sie auf "Ich werde vorsichtig sein, versprochen!", falls eine Warnmeldung angezeigt wird.
  3. Geben Sie in javascript.enabled in das Suchfeld ein.
  4. Klicken Sie auf die Präferenz "javascript.enabled" (rechte Maustaste und "Umschalten" wählen oder die Präferenz doppelklicken), um den Wert von "false" auf "true" zu ändern.
  5. Click on the "Reload current page" button of the web browser to refresh the page.
Google Chrome
  1. On the web browser menu click on the "Customize and control Google Chrome" and select "Settings".
  2. In the "Settings" section click on the "Show advanced settings..."
  3. Under the the "Privacy" click on the "Content settings...".
  4. When the dialog window opens, look for the "JavaScript" section and select "Allow all sites to run JavaScript (recommended)".
  5. Click on the "OK" button to close it.
  6. Close the "Settings" tab.
  7. Click on the "Reload this page" button of the web browser to refresh the page.
Safari
  1. Im Webbrowsermenü, drücken Sie auf "Edit" und wählen Sie "Preferences".
  2. Im darauffolgenden Einstellungsfenster, wählen Sie den Reiter "Security".
  3. Nun erscheint im auswählen Reiter die Sektion "Web Content". Markieren Sie hier "Enable JavaScript".
  4. Drücken Sie nun auf den "Reload the current page" Knopf in Ihrem Webbrowser um die Seite erneut zu laden.
Opera
  1. Klicken Sie auf "Menu", fahren Sie mit ihrem Mauszeiger auf den Eintrag "Settings" und anschließend fahren Sie auf den Eintrag "Quick Preferences". Dort markieren Sie die "Enable JavaScript" Box.
  2. Sollten Sie "Menu Bar" sehen, klicken Sie auf "Tools", fahren Sie mit Ihrem Mauszeiger auf "Quick Preferences" und markieren Sie "Enable JavaScript".
Sommeraktivitäten im Wasser
Sommeraktivitäten im Park

Illustration von Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten der Stadt Beelitz

Bauvorhaben und Förderprojekte der Stadt Beelitz

Bauvorhaben und Förderprojekte der Stadt Beelitz

Erstellung einer lokalen Tourismuskonzeption

Wie lassen sich mehr Besucher in die Stadt locken? Welche Anreize kann man für längere Aufenthalte schaffen – und wie können Unternehmen und andere Akteure eingebunden werden und letztendlich auch vom Wachstum profitieren? Mit Unterstützung des Landes Brandenburg will die Stadt Beelitz ein eigenes, lokales, Tourismuskonzept entwickeln. Für die Erstellung durch ein externes Fachbüro sind Fördermittel in Höhe von 50 000 Euro aus dem EU-Leader-Programm für die ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt worden. Die Förderung entspricht 80 Prozent der geplanten Gesamtkosten.

Beelitz ist seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel für Reisende, im Prinzip könnte man bereits im Spätmittelalter ansetzen, als die Wunderblutlegende viele Pilger in die Stadt lockte. Von Tourismus im heutigen Sinne kann man spätestens mit der ersten Blütezeit des Beelitzer Spargels sprechen, als in den 1920er und 30er Jahren Ausflügler aus den größeren Städten nach Beelitz kamen und es sich in den Ausflugslokalen gutgehen ließen. Durch die Wiederbelebung der Spargeltradition nach der Wende und den Wegfall der Berliner Mauer ist die Stadt wieder interessant geworden für Besucher vor allem aus der Bundeshauptstadt. Vor allem während der Saison zieht es seither unzählige Genießer raus aufs Land, um hier Spargel zu essen. Durch eine enorme Aufwertung des Beelitzer Spargelfestes, das mittlerweile mehrere Zehntausend Besucher anlockt, sowie die Etablierung neuer Veranstaltungen, ist die Zahl der Tagesbesucher in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen. Auch neue touristische Attraktionen wie der Waldpark Heilstätten mit dem Baumkronenpfad locken Menschen nach Beelitz. Gestiegen ist auch die Zahl der Übernachtungen – seit 2009 um immerhin ein Viertel auf mittlerweile knapp 60 000 pro Jahr.

Mit einem eigenen Konzept will die Stadt Beelitz die Landestourismuskonzeption vor Ort umsetzen und zugleich auf die positive Entwicklung reagieren. Diese wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen, so legen die größeren Spargelhöfe einen Schwerpunkt auf den Erlebnisfaktor, der stetig erweitert wird, und auch der Baumkronenpfad wird in den nächsten Jahren sein Angebot weiterentwickeln. Ein Katalysator für den Tourismus wird die Landesgartenschau, welche Beelitz 2022 für Brandenburg ausrichtet. Durch die Großveranstaltung werden mehrere Hunderttausend Besucher zwischen April und Oktober nach Beelitz kommen und die Stadt auch für spätere Besuche für sich entdecken. So werden auch für die Zeit danach mit der Landesgartenschau wichtige Impulse gesetzt, zum Beispiel bleibt der Park an der Nieplitz direkt neben der Altstadt mit seinen Installationen erhalten. Das sogenannte Festspielareal, das für Konzerte und andere Live-Veranstaltungen angelegt wird, bleibt ebenfalls bestehen, ebenso wie die derzeit in der Sanierung befindliche Wassermühle, die in Zukunft das Heimatmuseum und die Bibliothek beherbergen wird.

Schließlich liegen auch im Naturpark Nuthe-Nieplitz noch große Potenziale, die in den kommenden Jahren noch stärker ausgeschöpft werden können. Der Trend geht nicht erst seit der Corona-Krise hin zum Urlaub vor der Haustür, in der Natur.

Errichtung von Löschwasserbrunnen im Wald

Die Stadt Beelitz rüstet weiter auf gegen die Gefahr verheerender Waldbrände: In nächster Zeit sollen insgesamt fünf weitere Löschwasserbrunnen im Stadtwald errichtet werden, vier davon westlich von Beelitz-Heilstätten und Beelitz, ein weiterer nördlich der Stadt an der Stromtrasse nahe des Teufelssees. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat dafür jetzt Fördermittel in Höhe von 125.000 Euro bewilligt. Das Geld kommt aus dem Landeshaushalt und aus EU-Mitteln des ELER-Fonds und wird im Zuge der Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Vorhaben des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft ausgereicht.

Bereits im vergangenen Jahr waren fünf Brunnen rund um Fichtenwalde mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums angelegt worden. Dort, direkt an der A9, hatte im Sommer 2018 ein Großbrand auf insgesamt 80 Hektar Fläche gewütet und über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus ganz Brandenburg und darüber hinaus über mehrere Tage in Atem gehalten. Die Stadtverwaltung und die Stadtwehrführung hatten daraufhin gemeinsam ein Waldbrandschutzkonzept erarbeitet, das neben dem Anlegen und der Pflege von Schutzstreifen und eines geeigneten Wegenetzes für die Einsatzkräfte auch den Bau von Brunnen vorsieht.

„Ich bin sehr froh, dass wir so unkompliziert Unterstützung vom Land bekommen, wenn es um den Schutz unserer Bürger geht“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. Auch  bei der Ausstattung der Feuerwehren könne die Stadt immer auf die Hilfe des Landes zählen. „Für die Kameraden sind solche Signale unheimlich motivierend. Und unsere Bürgerschaft ist erleichtert, dass wir in Zukunft Waldbrandkatastrophen verhindern können, indem die Feuerwehr nicht nur schnell am Einsatzort ist, sondern auch kontinuierlich löschen kann.

In Anbetracht der zunehmenden Trockenheit vor allem in den Sommermonaten sieht sich die Beelitzer Feuerwehr stark gefordert: „Wir hatten seit dem Frühjahr bereits mehrere Brände im Wald löschen müssen, die wir aber schnell unter Kontrolle bekommen konnten. Dass wir in Zukunft flächendeckend auf Löschwasser vor Ort zurückgreifen können und nicht erst über weite Wege heranschaffen müssen, ist ein entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Bekämpfung von Waldbränden“, sagt Stadtwehrführer Mathias Jahn.

Die bereits installierten Tiefenbrunnen im Wald bei Fichtenwalde können 800 Liter pro Minute, beziehungsweise 48 Kubikmeter pro Stunde fördern, was auch der Feuerlöschnorm entspricht. Die Brunnen reichen in Tiefen zwischen 40 und 80 Meter und sind unabhängig vom Trinkwassernetz.

Neubau des ersten Musik-Dorfgemeinschaftshauses Potsdam-Mittelmark

Es ist ein Projekt, das so einige Kommunen in Brandenburg und darüber hinaus zum Nachahmen einladen könnte: In Buchholz entsteht in den nächsten beiden Jahren das „erste Musik-Dorfgemeinschaftshaus in Potsdam-Mittelmark“ – regelmäßig mit Leben gefüllt durch die Klänge des Jugendblasorchesters, aber letztendlich genutzt von allen Bürgern und Vereinen des Ortes. Sogar Wanderer, die auf ihren Wegen durch Buchholz kommen, sollen hier eine Möglichkeit zur Rast bekommen.

Das Land Brandenburg hat in der vergangenen Woche einen Förderantrag der Stadt auf EU-Mittel für dieses Vorhaben bewilligt, demnach werden über 904.789,32 Euro aus dem ELER-Fonds für die ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Das heißt: drei Viertel der förderfähigen Gesamtkosten werden abgedeckt, die Stadt muss nur noch einen Eigenanteil finanzieren.

„Es ist eine riesengroße Unterstützung für uns, über die wir uns wahnsinnig freuen. Es zeigt, welch große Bedeutung dem ländlichen Raum in Brandenburg beigemessen wird und dass man auch in Potsdam an die Dörfer denkt“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. In Buchholz sei das Geld sehr gut angelegt: Der Ort ist mit seinen Bürgern über das ganze Jahr aktiv und sucht schon seit Langem nach einem Ort, an dem die Bürger und Vereine sich treffen und versammeln oder – wie das Jugendblasorchester – proben können.

Das Vorhaben, neben dem Spielplatz in der Bahnhofstraße ein neues Gemeinschaftshaus zu errichten, ist aus der Mitte des Ortes erwachsen. „Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit maßgeblicher Unterstützung des Gemeinnützigen Dorfvereins Buchholz / Zauche e.V. an dem Projekt, weil ein geeigneter Treffpunkt für Bürger und Vereine in unserem Dorf bislang fehlt“, sagt Ortsvorsteher Torsten Boecke. Nicht zuletzt das Jugendblasorchester, das Buchholz seit Jahrzehnten auch über die Grenzen der Spargelstadt hinaus bekannt macht, braucht Räume für Proben und Nachwuchsunterricht, aber auch für die Lagerung der Instrumente und Noten. Weil deren Bedürfnisse, zum Beispiel an eine entsprechende Schalldämmung, eine große Rolle bei den Planungen spielten, lag der Gedanke nahe, dem Projekt einen eindeutigen Namen zu geben.

Mit dem Orchester ist bereits eine schriftliche Vereinbarung getroffen worden. Und auch andere sind längst mit im Boot: So bekommt der Dorfverein für seine beliebten Termine wie das Fastnachten, den Osterspaziergang, das Kinderfest, das Erntefest und viele weitere Feiern einen wetterfesten Ausgangspunkt und Veranstaltungsort. Auch die Erweiterung der Anlage mit generationsübergreifenden Projekten wie dem Anlegen eines Gemüsegartens oder dem Bau eines Lehmbackofen durch den Verein stehen auf der Agenda, ebenso wie Lesungen und Konzerte. Auch der Naturpark Nuthe-Nieplitz ist ein Kooperationspartner, der hier Workshops und Tagungen veranstalten möchte.

Der in Buchholz ansässige Blühstreifen Beelitz e.V. wird ebenfalls einen Teil seines Vereinslebens hierher verlegen, neben Versammlungen sind auch Fachtagungen und Vorträge für alle Generationen, Umweltworkshops für die Kitakinder, Diskussionsrunden und Ausstellungen geplant. Und die „Wildkräuterkiste“ wird, wenn das Gebäude fertig ist, hier Kochkurse und Fachvorträge anbieten.   „Damit ist jetzt schon klar, dass das Gebäude sehr gut genutzt werden wird“, erklärt der Ortsvorsteher.

Die Entwürfe des Potsdamer Architekten Matthias Wegner sehen einen Klinkerbau mit großen Fenstern vor, der sich schon dadurch an die Architektur der vorhandenen Bausubstanz im Ort anlehnt. Das Gebäude soll auf 325 Quadratmetern Platz bieten und beinhaltet unter anderem einen 150 Quadratmeter großen Mehrzweckraum sowie Küche, Jugendraum, Vereinsraum, ein Büro und einen Instrumentenraum unter dem Dach. Zudem soll ein audio-visueller Informationspunkt für Ausflügler mit Angaben zum Jakobs-Pilgerweg sowie weiteren Rad-, Reit- und Wanderwegen errichtet werden. Sogar die Möglichkeit von Übernachtungen, zum Beispiel für Pilger, nach vorheriger Anmeldung soll es geben.

Betrieben werden soll das Gebäude aus regenerativen Energien: eine Photovoltaikanlage sorgt für den Strombedarf , überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist oder geht in eine Ladestation für Elektrofahrzeuge vor der Tür. Warmwasser kommt aus der Solartherme und die nötige Wärme für die Flächen-Fußbodenheizung aus einer Luf-Luft-Wärmepumpe. Auch an einen W-Lan-Hotspot wurde gedacht.

Weitere Informationen:

www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Nieplitz-Renaturierung im Vorfeld der Landesgartenschau

Das Thema Naturschutz kommt einem nicht unbedingt sofort in den Sinn, wenn man an Großveranstaltungen denkt. Und doch kommt genau der zum Tragen bei den aktuellen Vorbereitungen auf die Brandenburgische Landesgartenschau, die 2022 in Beelitz stattfindet. Neben der Herrichtung des künftigen Kerngeländes mit Wegen, Biotopen und Gehölzen laufen auch Arbeiten zur Renaturierung der Nieplitz, die über mehrere hundert Meter durch das Gartenschauareal plätschert.

So ist die Uferböschung sowohl über als auch unterhalb der Wasseroberfläche zurückgeschnitten worden, Müll und Unrat wurden entfernt und neue Bodenschichten eingebracht. Außerdem wurden Kiesbänke angelegt und Stauden und Bäume gepflanzt und verankert und Buhnen gestellt. Mit den Arbeiten orientieren sich Stadt und Planer an den Zielen der „Managementplanung Natura 2000“ für das Flora-Fauna-Habitat Obere Nieplitz. Die sehen unter anderem eine Verbesserung der Gewässerstruktur, die Bepflanzung mit ortstypischen Gehölzen und eine Verbesserung der Durchgängigkeit des Flüsschens unter anderem für Fische und Amphibien vor. Auch die Unterhaltung des Gewässers durch den Wasser– und Bodenverband  soll dadurch in Zukunft vereinfacht werden. Außerhalb des künftigen Gartenschau-Geländes wird das Projekt durch die Obere Wasserbehörde fortgeführt. Die Gesamtmaßnahme soll im kommenden Jahr fertig gestellt worden. In diesem Zusammenhang soll auch das Wehr flussaufwärts nahe der Altstadt eine Erneuerungskur erfahren.

Die Renaturierung der Nieplitz im Bereich des Gartenschaugeländes ist mit Kosten von insgesamt gut 210 000 Euro veranschlagt worden. Diese werden zu 90 Prozent aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) gefördert. Die übrigen 10 Prozent (21.029,09 Euro) werden nun von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg übernommen. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid ist Ende März im Rathaus eingegangen.

In diesem Zuge soll auch der Wanderweg entlang der Nieplitz, der als Teil des Wegenetzes auf dem Gartenschaugeländes befestigt worden ist, einen Namen bekommen und künftig als „Bachneunaugen-Weg“ in Wanderkarten und Stadtplänen verzeichnet werden. „Das Bachneunauge spielt immer wieder eine Rolle, wenn es um Bauarbeiten an der Nieplitz geht“, erinnert Bürgermeister Bernhard Knuth. Und auch wenn die Rücksichtnahme auf die aalähnlichen Tierchen einen Mehraufwand bedeute, sei das Vorkommen des bedrohten Bachneunauges vor allem ein Indikator für eine gute Wasserqualität der Nieplitz. „Längst nicht überall findet diese bedrohte Tierart noch einen Lebensraum. Dass das Bachneunauge in Beelitz heimisch ist, darüber können wir uns also durchaus freuen.“

Park an der Nieplitz – Umgestaltung der Festwiese

Wo bisher die Beelitzer Festspiele und andere Veranstaltungen von Stadt und Vereinen ausgerichtet wurden, rollen nun die Bagger: Heute wurde offiziell mit der Umgestaltung der Festwiese zwischen Nieplitz und Beelitzer Altstadt begonnen – zum Kerngelände für die Brandenburgische Landesgartenschau 2022. Dazu hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) einen Förderscheck über eine Million Euro vor Ort übergeben. Dafür – und mit weiteren Mitteln der Stadt– soll hier in den nächsten gut drei Jahren eine Parklandschaft entstehen, auf der sich nicht nur das Brandenburgische Gärtner-Handwerk präsentiert, sondern wo sich Beelitz und die gesamte Region einem großen Publikum vorstellen.

„Dreieinhalb Jahre sind nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es gut, dass jetzt begonnen wird“, sagte der Minister und betonte: „Die Landesgartenschau ist in Beelitz in guten Händen.“ In einem ersten Schritt werden nun die alten Garagen abgerissen, wobei Vogelsänger sich heute Vormittag selbst in den Bagger setzte und mit der Schaufel zupackte. Für jene Mieter, welche die Garagen noch für ihre Autos genutzt hatten, ist durch die Stadt Ersatz geschaffen worden, was für Akzeptanz gesorgt hatte.

Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich, dass der heutige 5. Dezember ein denkwürdiges Datum sei: „Wir schreiben hier ein Stück Stadtgeschichte. Was sich in den nächsten Jahren durch die Landesgartenschau bei uns tun wird, wird einfach sensationell.“ Die Stadt werde alles geben, um die Schau zu einem Erfolg werden zu lassen. Dafür sei man gut aufgestellt: „Für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre haben wir enorm hohe investive Ausgaben vorgesehen: elf Millionen Euro für 2019 und weitere 19 Millionen für das übernächste Jahr.“ Natürlich sind das nicht nur Ausgaben für Laga-Projekte, aber insgesamt seien solche Zahlen schon beachtlich für eine Kleinstadt wie Beelitz.

Knuth würdigte zudem die gute Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Gartenschau mit allen Genehmigungsstellen, allem voran mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe des Landes, welche die Stadt bei den Vorbereitungen auf die Gartenschau begleitet. Auch die Lokale Aktionsgruppe Fläming und das Landesamt für Verbraucherschutz, Umwelt und Flurneuordnung sowie der Landkreis mit seinen Behörden würden der Stadt hilfreich und wohlwollend zur Seite stehen. „Nicht zuletzt haben aber unsere Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Votum für die Landesgartenschau in Beelitz die Weichen gestellt, um unsere Stadt nicht nur für ein halbes Jahr zum Besuchermagneten zu machen, sondern nachhaltig weiter zum Positiven zu verändern.“

Die EU-weite Ausschreibung für die zentralen Planungsleistungen ist mittlerweile abgeschlossen, Anfang des neuen Jahres soll der Auftrag vergeben werden. Dann werden die Gartenschauprojekte wie die Umwandlung der Festwiese zum Gartenschaugelände, des ehemaligen Klärwerks zur Veranstaltungsarena und viele weitere Form annehmen – zunächst auf dem Reißbrett, und dann, unmittelbar für alle zu erkennen, direkt neben der Altstadt.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Schaffung von Löschwasserbrunnen

Im Zuge des Waldbrandschutzes schafft die Stadt Beelitz Löschwasserbrunnen in den Gemarkungen Beelitz, Fichtenwalde und Busendorf. Der Bau von fünf Brunnen wird zu 100 Prozent vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft aus Mitteln des Landes und des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER gefördert.

Vor dem Hintergrund des Großbrandes Ende Juli 2018 am Autobahndreieck Potsdam, bei dem rund 50 Hektar Wald vernichtet wurden und Häuser in Fichtenwalde zeitweilig stark bedroht waren, der Ort sogar kurz vor der Evakuierung stand, hat die Stadt beschlossen, den Waldbrandschutz massiv zu intensivieren. Dazu gehören neben einer noch stärkeren Kooperation der Feuerwehren in der Region zum Einen der Ausbau von Waldwegen – circa 18 bis 20 Kilometer Waldweg werden aktuell befestigt, damit Löschfahrzeuge möglichst schnell an mögliche Einsatzorte gelangen – und zum Anderen die Schaffung der nötigen Wasserversorgung. Geplant sind fünf Brunnen rund um den Ort sowie weiter südlich, die mit insgesamt 76 218,70 Euro gefördert werden, zusätzlich schafft die Stadt selbst zwei zusätzliche Löschwasserentnahmestellen.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Verbundprojekt Nationale Klimaschutzinitiative: Landkreisübergreifender Ausbau und Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie Einrichtung eines Fahrradverleihsystems zwischen Nuthe und Nieplitz

Landkreisübergreifender Ausbau und Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie Einrichtung eines Fahrradverleihsystems zwischen Nuthe und Nieplitz

Die Städte Beelitz, Luckenwalde und Trebbin beabsichtigen, durch integrierte Maßnahmen zum Ausbau und der Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie durch die Einrichtung eines Fahrradverleihsystems die Bedingungen für den Fahrradverkehr signifikant zu verbessern. Dies gilt sowohl für den touristischen- als auch für den Alltagsverkehr. Realisiert werden sollen u.a. Lückenschlüsse im bestehenden Radwegenetz, um das Fahrrad als echte Alternative gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu etablieren. Konkret wird auf dem Gebiet der Stadt Beelitz ein Fahrradweg entlang der Landesstraße 73 vom Kreisverkehr Zauchwitz bis zur Kreisgrenze zwischen Rieben und Dobbrikow hergestellt. Die Weiterführung bis Luckenwalde wird durch die Verbundpartner realisiert.

Die überdachten Fahrradabstellanlagen werden vorzugsweise an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs wie den Bahnhöfen Beelitz-Stadt, Beelitz-Heilstätten, Elsholz und Buchholz eingerichtet. Sie dienen der besseren Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Neben den klassischen Abstellanlagen werden auch Ladevorrichtungen für E-Bikes installiert.

Im Rahmen des Verbundprojekts soll von allen Verbundpartnern ein Fahrradverleihsystem aufgebaut werden. Das Fahrradverleihsystem und das Radwegeleitsystem erhält ein einheitliches Design.

Ziel dieses Verbundprojektes ist es, durch die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur die Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu motivieren. Dadurch soll es im Alltag zu deutlichen Einsparungen von CO²-Emissionen kommen. Weiterhin ist beabsichtigt, mit diesem Projekt die touristischen Potenziale des Fahrradverkehrs besser auszuschöpfen, um z.B. Menschen aus Potsdam und Berlin in die Region zu locken.

Laufzeit des Vorhabens: 01.03.2018 – 31.12.2020

Förderkennzeichen: 03KBR0048C

Umsetzung FFH-Managementplanung in der Kulisse der Landesgartenschau Beelitz

Derzeit realisiert die Stadt Beelitz das Vorhaben: „Umsetzung FFH-Managementplanung in der Kulisse der Landesgartenschau Beelitz“.

Mit dem Vorhaben sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, mit der Landesgartenschau einen aktiven Beitrag zum Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt und der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen zu leisten.

Mit der Erarbeitung des Konzepts wird die Grundlage dafür gelegt, die Zielstellungen des Naturparks Nuthe-Nieplitz und darüber hinaus des Flora-Fauna-Habitatgebietes (FFH) Obere Nieplitz in die Gestaltung des Landesgartenschaugeländes einfließen zu lassen. Die Ergebnisse der FFH-Managementplanung werden konkretisiert und in die Planung der Landesgartenschau eingebunden.

Das Vorhaben wird entsprechend der Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins im Land Brandenburg und Berlin aus dem Haushalt des Landes Brandenburg unter Beteiligung des Bundes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ gefördert.
_
_

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Neubau "Stützpunktfeuerwehr Beelitz"

Als sogenannte Stützpunktfeuerwehr ist die Freiwillige Feuerwehr Beelitz nicht nur für die Sicherheit der Bürger im Stadtgebiet zuständig, sondern darüber hinaus auch für Schwerpunkte wie die sehr stark befahrenen Abschnitte der Autobahnen 9 und 10 rund um das Dreieck Potsdam, für den Güterbahnhof in Neuseddin, für weitläufige Waldflächen und große Objekte wie die Beelitzer Kliniken, das Gewerbegebiet Beelitz und mehrere große Landwirtschaftsbetriebe.

Die Ortswehr Beelitz mit derzeit rund 31 aktiven Einsatzkräften und einer starken Nachwuchsabteilung ist seit Anfang der 1990er Jahren in einem der Wirtschaftsgebäude auf einem ehemaligen KAP-Hof (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) in der Berliner Straße 22 in der Beelitzer Kernstadt untergebracht. Der Umzug war damals nötig geworden, weil die Technik in der angestammten Alten Wache aus dem Jahre 1903 in der Altstadt selbst zu klein geworden war, sodass die Stadt das Gelände für ihre Feuerwehr übernahm.

Die dortigen Gebäude stammen aus DDR-Zeiten und entsprechen längst nicht mehr den heutigen Standards, sodass sich die Stadt für einen Neubau entschieden hatte. Weitere Argumente waren die unmittelbare Nachbarschaft des alten Standortes zur Wohnbebauung, was immer wieder zu Bedenken im Hinblick auf den Lärmschutz führt, dem Fehlen von geeigneten Außenflächen für Übungszwecke, der zu schmalen Grundstückszufahrt, die einen Begegngungsfall zwischen an- und ausrückenden Einsatzkräften massiv erschwert, zumal die Zufahrt auch vom städtischen Bauhof und einem auf dem Gelände ansässigen Betrieb genutzt wird. Nicht zuletzt ist der derzeitige Standort auch alles andere als zuträglich für das Image der Feuerwehr, die sich auch in Beelitz sehr aktiv um Nachwuchs bemüht.

Die Vorzüge des neuen Standortes in der Trebbiner Straße liegen demgegenüber auf der Hand: Durch die Beteiligung der Feuerwehrleute sowie die Expertise des Planungsbüros kann der Neubau mitsamt der Außenflächen genau auf die Bedürfnisse der künftigen Nutzer angepasst werden. Der großzügigen Fahrzeughalle, die einschließlich der Umkleide-, Lager- und Technikräume insgesamt 926 Quadratmeter misst, ist ein zweigeschossige Sozial- und Verwaltungsbereich angeschlossen, in dem Büros, Schulungs- und auch ein Fitnessraum untergebracht sind, dieser erstreckt sich auf insgesamt 535 Quadratmeter. Einzelne Gebäudebereiche wie die Fahrzeugwaschanlage und Lagermöglichkeiten werden künftig auch anderen Ortswehren im Beelitzer Stadtgebiet zur Verfügung gestellt.

Mit dem Bau vorwiegend durch Firmen aus der Region ist im Frühsommer 2017 begonnen worden, die Einweihung ist für Anfang August geplant. Die Investitionskosten für das Projekt „Stützpunktfeuerwehr Beelitz“ werden aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes Brandenburg zur Hälfte gefördert. Die Höhe der Förderung beläuft sich auf 1,66 Millionen Euro. Die andere Hälfte wird durch die Stadt Beelitz getragen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: https://mdf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.414462.de#KIP

Touristisches Leitsystem "Beelitzer Spargelstraße"

Es gibt die „Deutsche Weinstraße“ in der Pfalz, die „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt oder die „Schwäbische Dichterstraße“ in Baden-Württemberg. Jetzt verfügt auch Brandenburg über eine ausgewiesene touristische Ferienstraße, und auf der kommen Besucher an fast jedem Streckenkilometer auf den Geschmack. Im Mai 2017 ist die „Beelitzer Spargelstraße“ eingeweiht worden: Auf 30 Kilometern von Lehnin über das komplette Beelitzer Stadtgebiet bis zur Grenze des Landkreises weisen die markanten braunen Tafeln auf Spargelhöfe, Restaurants und Hofläden hin. Dazu gibt es eine Begleitkarte, auf der auch Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Denkmale sowie viele weitere Ausflugsziele verzeichnet sind.

„Mit der Beschilderung hat unsere Spargelstraße jetzt endlich Gestalt angenommen“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. Der Begriff kursierte bereits seit Jahren in touristischen Publikationen, allerdings fehlte es bislang an einer konkreten Umsetzung am Straßenrand. Dank einer Förderung aus dem EU-Topf für die ländliche Entwicklung und einer umfangreichen Vorbereitung durch Stadtverwaltung und Spargelverein ist dieses Ziel nun erreicht: 40 Hinweistafeln wurden in den vergangenen Wochen entlang der Landesstraße 88 und der Bundesstraße 246 aufgestellt. Die Kosten von rund 100 000 Euro sind zu 75 Prozent gefördert worden. Erweitert werden soll die Strecke noch bis nach Trebbin, allerdings müssen dafür noch die letzten behördlichen Hürden genommen werden.

„Wir haben so viele attraktive Ziele, die wir Besuchern zeigen können“, so der Bürgermeister weiter. „Mit der Spargelstraße erreichen wir nun noch mehr Menschen und können sie für unsere Stadt, die Region und natürlich den Spargel interessieren.“ Mit der Schaffung eines einheitlichen Spargelstraßen- Leitsystems soll das touristische Angebot in der Region qualitativ aufgewertet werden. Es soll über Anbau, Ernte, Verarbeitung, Vermarktung und Zubereitung des Beelitzers Spargel informiert werden. Dadurch sollen der Bekanntheitsgrad der Spargelregion um Beelitz erhöht werden und die einzelnen Angebote besser dargestellt und vernetzt werden. Die Region erwartet durch die Maßnahme einen Imagezuwachs, ein qualitativ hohes Informationssystem und somit Verbesserungen für den Wirtschaftsfaktor „Spargel“. Um sich von der Vielfalt und Individualität überzeugen zu können, werden gerade auch Angebote der „kleineren“ Spargelhöfe hervorgehoben und der Touristenstrom dorthin geleitet werden.

Der Tourismus ist in der Beelitzer Region ist seit einigen Jahren stark im Aufwind: Allein die Übernachtungszahlen haben sind seit 2010 um ein Viertel auf rund 56 000 im Jahr 2017 gestiegen, Veranstaltungen wie das Spargelfest, die Beelitzer Festspiele und die thematischen Märkte erfreuen sich eines riesigen Zulaufes und auch weit über die Spargelsaison hinaus entdecken immer mehr Besucher Stadt und Umland als Ausflugsziel. Die Wirtschaft reagiert mit Investitionen in Übernachtungskapazitäten, den Ausbau der Gastronomielandschaft und Investitionen in neue touristische Zugpferde wie dem Baumkronenpfad oder den Barfußpark in Heilstätten, der in dieser Woche erstmals seine Tore für Gäste öffnet.

„Projekte wie die Spargelstraße zeigen auch, dass wir in Beelitz und darüber hinaus an einem Strang ziehen – vor allem wenn es um die Entwicklung unserer Stadt geht“, freut sich der Bürgermeister. Letztendlich würden alle von den Ergebnissen profitieren.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Sanierung und Umnutzung der Schinkelkirche Schäpe

Die marode und von der Schließung bedrohte Dorfkirche wurde zunächst durch die Sanierung des Kirchturmdaches (Schindeldeckung) vor dem Verfall bewahrt. 2013/2014 wurden auf Initiative der Kirchgemeinde und des örtlichen Fördervereins für die Schinkel-Kirche der Dachstuhl und das Dach des Kirchenschiffes erneuert. Damit waren die Ressourcen von Kirchgemeinde und Förderverein aufgebraucht.

In Anlehnung an das von der Stadt Beelitz mit der Kirchgemeinde Rieben realisierte Vorhaben des Umbaus der Riebener Dorfkirche zum multifunktionalem Zentrum, will nun die Stadt Beelitz die weiteren notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen unterstützen.

In einem nächsten Bauabschnitt soll die Hüllensanierung des Kirchenschiffes (Fassade, Fenster und Türen) erfolgen. Darüber hinaus muss noch die Turmhülle, inklusive der inneren Erschließung und die des Verbinders saniert werden, um dann in einem letzten Bauabschnitt noch die Kirche von Innen herzurichten bzw. für eine multifunktionale Nutzung umzubauen. Dazu sollen auch in einem externen Gebäude die sanitären Einrichtungen geschaffen werden.

Nachdem die Dacharbeiten im Jahr 2013 erledigt werden konnten, sollen die weiteren Bauabschnitte ab den Jahren 2017 und 2018 realisiert werden. Das Ende der gesamten Kirchensanierung ist für das Jahr 2018 geplant. Die Stadt Beelitz hat bereits für den Um-und Ausbau der Riebener Dorfkirche die Bauherrenschaft übernommen. Daher ist die Schäper Kirchensanierung und der Umbau zur multifunktionalen Nutzung für Beelitz kein Neuland.

Für den OT Schäpe soll das Kirchgebäude für kirchliche Zwecke erhalten und durch kleinere Umbauten und Erweiterungen für neue multifunktionale Nutzungen vorbereitet werden. Die Kirche soll dann der Stadt zu kommunalen Zwecken, den örtlichen Vereine und Verbände sowie in Beelitz ansässiger Gewerbetreibenden offen stehen. Insbesondere ist eine Einbindung der Schinkel-Kirche in das Beelitzer Tourismuskonzept (z.B. Spargelstraße und Spargelhöfe) geplant.

Die Kirchgemeinde und der Schinkelförderverein Schäpe haben bisher, seit 2013, die Bauherrenschaft über die Sanierung und den Umbau der Kirche innegehabt. In dieser Zeit wurden in 4 Bauabschnitten das Turm- und das Kirchenschiffdach erneuert, und an dem Kirchenhauptgebäude giebelseitig der neue Quaderputz aufgebracht. Insgesamt übernahmen Kirche und Förderverein unter der Hinzuziehung von Fördermittel und städtischen Zuschüssen ca. 126.000,00 € Planungs- und Baukosten. In diesem Jahr hat sich die Stadt Beelitz mit der Kirchengemeinde auf eine gemeinsame Kirchennutzung verständigt und hierzu einen Vertrag (Nutzungsvereinbarung) abgeschlossen.  Ähnlich dem Vorbild der partnerschaftlichen kirchlichen und weltlichen Nutzung der Riebener Kirche soll auch in Schäpe der Ortsbeirat und Gemeindekirchrat gemeinsame Projekte insbesondere mit dem ortsansässigen Spargelhof „Jakobs“ und dem Reiterhof „Rosenhof“ initiieren.

Die finanziellen Reserven der Kirchgemeinde und des Fördervereins sind aufgebraucht. Die Stadt konnte sich in den letzten Jahren auch finanziell auf die Übernahme der Bauherrenschaft für den 5. und 6. Bauabschnitt vorbereiten. Dazu wurden in Erwartung einer LEADER- Förderung, wie bei der Riebener Kirche, Eigenmittel angespart und in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingestellt. Ohne die Inanspruchnahme der LEADER- Mittel würde die Stadt Beelitz das Vorhaben des 5. und 6. Bauabschnittes nicht bewältigen können.

Durch den Umbau des Kirchengebäudes und die Ergänzung durch sanitäre Einrichtungen, erweitern sich die Nutzungsmöglichkeiten für den Standort erheblich. Nur durch die sakrale Nutzung wurde die bauliche Substanz nur gering genutzt. Eine Kostendeckung spielte für die Kirchgemeinde bisher keine Rolle. Mit dem Abschluss der Nutzungsvereinbarung wird es auch eine Gebührenordnung geben, in der geregelt wird, dass die Kosten, die durch eine Nutzung entstehen auch von den Verursachern getragen werden. Damit sollen die laufenden aus der Nutzung resultierenden Kosten teilweise ausgeglichen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein „ausgeglichener wirtschaftlicher Betrieb“ nicht zu leisten ist. Sowohl die Kirchgemeinde als auch die Stadt Beelitz werden in die zukünftigen Haushalte Geld für den Betrieb der Begegnungsstätte einplanen müssen.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

So finden Sie uns!

  • B
  •  Route berechnen