Kontakt Impressum & Datenschutz Sitemap
Wappen der Stadt Beelitz
Aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser, um die Funktionen dieser Webseite nutzen zu können:
Internet Explorer
  1. Im Webbrowser, klicken Sie auf das "Tools"-Symbol und wählen Sie "Internet Options".
  2. Wechseln Sie im folgenden Fenster auf den "Security"-Reiter.
  3. Nun im "Security"-Reiter, drücken Sie auf "Custom level...".
  4. Wenn sich das "Security Settings - Internet Zone" Dialogfenster öffnet, scrollen Sie bis Sie zur Sektion "Scripting" gelangen.
  5. Unter "Active Scripting" wählen Sie den Eintrag "Enable".
  6. Nun erscheint ein "Warning!"-Fenster welches Sie fragt "Are you sure you want to change the settings for this zone?" - wählen Sie "Yes".
  7. Wieder zurück in den "Internet Options", klicken Sie auf OK um die Einstellungen zu speichern und das Fenster zu schließen.
  8. Klicken Sie auf den "Refresh" Knopf in Ihrem Browser um die Seite neu zu laden.
Internet Explorer < 9
  1. Im Browserfenster klicken sie auf "Tools" und wählen Sie die "Internet Options" aus.
  2. Wechseln Sie im folgenden Fenster auf den "Security"-Reiter.
  3. Nun im "Security"-Reiter, drücken Sie auf "Custom level...".
  4. Wenn sich das "Security Settings - Internet Zone" Dialogfenster öffnet, scrollen Sie bis Sie zur Sektion "Scripting" gelangen.
  5. Unter "Active Scripting" wählen Sie den Eintrag "Enable".
  6. Nun erscheint ein "Warning!"-Fenster welches Sie fragt "Are you sure you want to change the settings for this zone?" - wählen Sie "Yes".
  7. Wieder zurück in den "Internet Options", klicken Sie auf OK um die Einstellungen zu speichern und das Fenster zu schließen.
  8. Klicken Sie auf den "Refresh" Knopf in Ihrem Browser um die Seite neu zu laden.
Mozilla Firefox
  1. Geben Sie in der Adressleiste about:config ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Klicken Sie auf "Ich werde vorsichtig sein, versprochen!", falls eine Warnmeldung angezeigt wird.
  3. Geben Sie in javascript.enabled in das Suchfeld ein.
  4. Klicken Sie auf die Präferenz "javascript.enabled" (rechte Maustaste und "Umschalten" wählen oder die Präferenz doppelklicken), um den Wert von "false" auf "true" zu ändern.
  5. Click on the "Reload current page" button of the web browser to refresh the page.
Google Chrome
  1. On the web browser menu click on the "Customize and control Google Chrome" and select "Settings".
  2. In the "Settings" section click on the "Show advanced settings..."
  3. Under the the "Privacy" click on the "Content settings...".
  4. When the dialog window opens, look for the "JavaScript" section and select "Allow all sites to run JavaScript (recommended)".
  5. Click on the "OK" button to close it.
  6. Close the "Settings" tab.
  7. Click on the "Reload this page" button of the web browser to refresh the page.
Safari
  1. Im Webbrowsermenü, drücken Sie auf "Edit" und wählen Sie "Preferences".
  2. Im darauffolgenden Einstellungsfenster, wählen Sie den Reiter "Security".
  3. Nun erscheint im auswählen Reiter die Sektion "Web Content". Markieren Sie hier "Enable JavaScript".
  4. Drücken Sie nun auf den "Reload the current page" Knopf in Ihrem Webbrowser um die Seite erneut zu laden.
Opera
  1. Klicken Sie auf "Menu", fahren Sie mit ihrem Mauszeiger auf den Eintrag "Settings" und anschließend fahren Sie auf den Eintrag "Quick Preferences". Dort markieren Sie die "Enable JavaScript" Box.
  2. Sollten Sie "Menu Bar" sehen, klicken Sie auf "Tools", fahren Sie mit Ihrem Mauszeiger auf "Quick Preferences" und markieren Sie "Enable JavaScript".

Illustration von Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten der Stadt Beelitz

Spargelköniginnen

Spargelkönigin - Repräsentantinnen des Edelgemüses

In jedem Jahr wählt der Verein Beelitzer Spargel e.V. eine Spargelkönigin, die für jeweils ein Jahr ihr Amt ausübt. Ihr steht es zu, bei der traditionellen Saisoneröffnung den ersten Spargel zu stechen, als auch beim ebenso traditionellen Spargelumzug in Berlin unsere durch den Spargelanbau weithin bekannte Region. Der Beelitzer Spargel ist über die Grenzen Brandenburgs bekannt und das ist kein Wunder, denn in den letzten Jahren hat sich der Beelitzer Raum wieder zur Spargelregion der Hauptstadt entwickelt. Überall, auch in Dresden, stehen die Verkaufshäuschen für den Beelitzer Spargel. Großen Anteil am Erfolg unseres Beelitzer Spargels haben die Spargelköniginnen.

Die neue Spargelkönigin Nicole Hahn stammt aus Thüringen und ist der Liebe wegen nach Beelitz gezogen. Hier wie dort haben die Menschen viel gemeinsam, sagt sie.

Zu Bodenschätzen hat Nicole Hahn schon durch ihre Herkunft eine enge Verbindung: Ihr Großvater und ihr Vater haben beide im Kali- und Salz-Bergbau gearbeitet, im thüringischen Werra-Tal nahe Bad Salzungen. Von dort stammt die junge Frau, die nun für ein weißes Gold der ganz anderen Art die Fahne hoch halten wird: Sie ist die neue Beelitzer Spargelkönigin.

Seit sechs Jahren lebt Nicole Hahn, die beruflich als Abteilungsdirektorin einer traditionsreichen Privatbank in Berlin arbeitet, in der Spargelstadt. Hier hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, einem gebürtigen Seddiner, ein Haus gebaut und eine Familie gegründet. Sohn Maximilian ist jetzt anderthalb und Nicole ist schon gespannt, was er sagen wird, wenn er Mama das erste Mal in vollem Ornat sieht – mit prunkvollem Kleid und Diadem.

Die Familie ist für Nicole Hahn ein hohes Gut – „da sind sich die Brandenburger und die Thüringer ähnlich“. Generell würden Werte wie familiärer Zusammenhalt, aber auch Hilfsbereitschaft ganz augenscheinliche Gemeinsamkeiten beider Menschenschläge bilden – ebenso wie Bescheidenheit. „Man macht das Beste aus dem, was man hat, strebt nicht nach Unerreichbaren, nur um dann unglücklich zu werden“, konkretisiert die junge Frau und kommt zum Schluss. "Wir passen sehr gut zusammen."

Und so fiel die Entscheidung, nach dem Studium in Glauchau und einer ersten beruflichen Station in Frankfurt (Main) nach Beelitz zu ziehen, auch nicht ganz so schwer. Die Anwartschaft auf die Spargelkrone war eine der Folgen des Umzugs gewesen: „Mein Mann und unsere Freunde aus Beelitz haben mir schon vor Jahren dazu geraten, als Chance, um in der Stadt anzukommen, hier Wurzeln zu schlagen“, verrät Nicole Hahn. Erst jetzt, nach der Familiengründung, ergab sich die Gelegenheit dazu. Und nachdem die Tragweite dieser Entscheidung mit den Lieben und nicht zuletzt dem Arbeitgeber erörtert wurde, reichte sie die Bewerbung ein.

"Angekommen" ist Nicole Hahn zwar längst in Beelitz, aber das Amt der Spargelkönigin hat nach wie vor einen großen Reiz für sie. „Ich freue mich riesig auf das Jahr und auf die vielen Begegnungen, nicht zuletzt mit den Kindern. Und darauf, meine eigene Begeisterung auch nach außen zu tragen.“ Denn was die Beelitzer Spargelbauern in den Jahren seit der Wende aufgebaut haben, verdiene Hochachtung. Seit längerem hat sie beruflich viel mit der Landwirtschaft zu tun, berät Betriebe in Sachen Vermögensbildung und –entwicklung. "Wenn ich auch den Alltag auf den Höfen erlebe, kann das nur hilfreich sein."

Dass der Terminkalender vor allem in den kommenden Monaten voll wird, darauf hat sich Nicole eingestellt. „Ein persönlicher Höhepunkt wird wieder das Spargelfest: Es ist einfach toll, was die Stadt da auf die Beine stellt und wie viele Menschen dadurch begeistert werden“, erklärt sie. „Aber auch auf die Hoffeste freue ich mich sehr und werde sicher das ein oder andere Mal meine Familie dabei haben.“ Die lauert übrigens schon auf den ersten Spargel, den es im Hause Hahn wohl wieder vor allem klassisch mit Schnitzel und brauner Butter geben wird. "Das essen meine Männer am liebsten – obwohl ich gern auch mal neue Rezepte ausprobiere."

Der erste offizielle Auftritt steht indes bereits in der kommenden Woche an – zum Saisonauftakt am 11. April. Dann wird Nicole Hahn zu Spargelmesser und Korb greifen und – wie schon Generationen in ihrer Familie zuvor – einen kostbaren weißen Bodenschatz ans Tageslicht fördern.

Erschienen in den Beelitzer Nachrichten, 24. Jg. / Nr. 3, März 2013

Beelitz, für Sarah Wladasch bedeutete das lange Zeit vor allem schöne Kindheitserlebnisse. „Ich habe viel Zeit bei meinen Großeltern und meiner Uroma im heutigen Ortsteil Wittbrietzen verbracht.“ Ihr Opa war „Gemüsebauftragter“ – und mit ihm hat sie im Garten mitunter auch Spargel gestochen, erzählt sie. Dass sie das Beelitzer Edelgemüse und die Stadt insgesamt irgendwann mit Kleid und Krone repräsentieren wird – daran hatte sie damals noch nicht gedacht. Heute ist Sarah 29 und fiebert ihrer Amtszeit als neue Beelitzer Spargelkönigin entgegen. „Ich freue mich riesig darauf – auf die vielen spannenden Begegnungen und schönen Erlebnisse“, sagt sie mit einem überzeugenden Lächeln. Die Frau hat Ausstrahlung: Wenn sie von Beelitz erzählt und erklärt, was sie daran mag – die malerische Altstadt, die schmucken Dörfer, die Höfe - dann leuchten ihre Augen noch etwas heller als sonst. Und überhaupt kann ihr heiteres Wesen nicht anders als anstecken und gewinnen.

Vielleicht gab auch das den Ausschlag für ihre Wahl zur mittlerweile 20. Hoheit in der seit 1997 währenden Geschichte der Beelitzer Spargelkönginnen. Manfred Schmidt, Vorsitzender des Spargelvereins, erklärt jedoch: „Uns hat sie vor allem durch ihre erstaunlichen Detailkenntnisse über den Spargel und die Region überzeugt. Sie war einfach hervorragend auf unsere Fragen vorbereitet.“ Am Wochenende hatten sich mehrere Kandidatinnen der Wahl gestellt, Sarah war eine von ihnen. „Für das Vertrauen bin ich dem Spargelverein sehr dankbar – und der Familie Jakobs für ihre Unterstützung.“ Geboren und aufgewachsen ist die frisch gewählte Spargelkönigin in Berlin. Dort ging sie zur Schule, machte ihr Abitur und absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zur Zahntechnikerin. Nebenher hat sie auf dem Beelitzer Jakobs-Hof im Bereich Service gejobbt. Die Verbindung zur Spargelstadt war immer da – durch die Großeltern und ihre Mutter Sylvia, die seit 1994 den ambulanten Pflegedienst „Feeling“ betreibt – zunächst in Wittbrietzen, seit über zwölf Jahren in der Beelitzer Altstadt. 18 Mitarbeiter kümmern sich von hier aus um ältere und kranke Menschen in der Stadt, den Ortsteilen und darüber hinaus.

Auch ihr Freund ist echter Beelitzer – und Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr. Sein Ehrenamt geht auch an Sarah nicht spurlos vorbei: Sie unterstützt die Beelitzer Ortswehr, wo sie kann. „Beim Halloweenfeuer oder auf dem Adventsmarkt wirbele ich im Hintergrund“, erklärt sie. „Ich habe irgendwann festgestellt, dass es mir im Blut liegt, Dinge zu managen und zu koordinieren“, berichtet Sarah. Da lag auch die Mitarbeit im Familienunternehmen nahe. „Meine Mama hat aber gesagt: Wenn Du bei mir arbeiten willst, musst Du studieren“, erklärt sie mit ernster Stimme und erhobenem Zeigefinger - und lacht. Und so büffelt sie seit mehreren Jahren Pflegemanagement im Fernstudium, und das neben zwei Jobs – denn den auf dem Jakobs-Hof hat sie nach wie vor. „Ich mag den Ausgleich, da ich dort viel mit Menschen zu tun habe und die nötige Bewegung bekomme.“ So war Sarah in diesem Jahr auch auf der Grünen Woche in Berlin, wo die Jakobs-Höfe die Restaurantterrasse betreiben. „Ich staune jedes Mal, wie bekannt der Beelitzer Spargel ist - und dass die Nachfrage immer weiter steigt“, erzählt sie. „Manche Leute würden ihn am liebsten das ganze Jahr über essen. Aber dann wäre er ja nichts Besonderes mehr.“

Für Sarah ist der Spargel in diesem Jahr noch bedeutungsvoller, immerhin wird sie offiziell die Erste sein, die ihn am 14. April bei der Saisoneröffnung aus der Erde holt. „Ich habe zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr selbst gestochen – aber das ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht.“ Und solange die erste Stange nicht bricht, könne auch nichts schiefgehen, sagt die junge Frau. Dass die Saison und auch die Monate danach stressig werden können, das wisse sie und das halte sie auch aus. „Es gibt so viele tolle Anlässe, auf die ich mich freue. Das Spargelfest, die Feste auf den Höfen, die Grüne Woche und natürlich das 120-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Beelitz, das in diesem Jahr ebenfalls ansteht.“ Mit einem Besuch der Spargelkönigin dürfen die Kameraden auf jeden Fall rechnen.

Und wenn sie dann doch mal eine Auszeit vom Trubel braucht, erklärt Sarah, gebe es ja immer noch ihr Moped. Ihr Moped? „Mein Freund hat mir im vergangenen Jahr einen Simson S50 geschenkt. Mit dem fahren wir oft über die Dörfer. Man lernt die Region von zwei Rädern aus ganz anders kennen als wenn man mit dem Auto unterwegs ist.“ Und in diesem Jahr wird es noch besser: Dann sieht Sarah „ihr“ Beelitz nicht nur aus einer anderen Perspektive, sondern auch mit anderen Augen –denen einer Spargelkönigin.

  Text und Foto: Thomas Lähns

Sarah Wladasch empfiehlt:
“Beelitzer Spargel” - Gebratener grüner Spargel
  • Zutaten:
  • (für 2 Personen)
  • 600 g grüner Spargel
  • 100 g Kräuterbutter
  • Salz, Pfeffer
  • (Parmesan)

Zubereitung:
Den Spargel gründlich waschen, soweit nötig schälen und die angetrockneten Enden abschneiden. Die Stangen in 8cm lange Stücke schneiden.

In einer Pfanne die Kräuterbutter erhitzen, den Spargel darin bei mittlerer Hitze für ca. 10 Minuten anbraten, dabei mehrmals wenden, damit der Spargel ringsherum gleichmäßig gebräunt wird. Der Spargel ist nun bissfest. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Je nach Geschmack kann nun noch Parmesan darüber gehobelt werden.

Sie hatte schon viele Ehrenämter: Beim Beelitzer Carnevalclub, bei der Sportgemeinschaft Blau-Weiß – und für ein Jahr sogar als Entwicklungshelferin in Afrika. Jetzt übernimmt Dana Beiler das Amt der Spargelkönigin: Die 26-jähige Beelitzerin ist am Mittwochabend als eine von zwei Kandidatinnen vom Spargelverein gewählt worden. „Ich freue mich darauf, meine Heimatstadt nach außen hin vertreten zu dürfen – in Berlin, Brandenburg, aber auch weit darüber hinaus“, sagte sie nach der Wahl.

Dana Beiler ist Ur-Beelitzerin – hatte aber für eine ganze Weile ihrer Heimat den Rücken gekehrt. In Neubrandenburg hat sie Gesundheitswissenschaften studiert, machte in diesem Rahmen 2010 ein Praktikum beim europäischen Heilbäderverband mit Sitz in Brüssel. „Da hatte ich unter anderem repräsentative Aufgaben, insoweit habe ich schon ein bisschen Erfahrung“, sagt sie.

Als sie ihren Bachelor-Abschluss in der Tasche hatte, ist Dana Beiler dann für ein Jahr nach Sambia gegangen, um für die dortige „Water Sanitation Association of Zambia“ zu arbeiten - eine Nicht-Regierungs-Organisation, die sich die Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgung in dem südafrikanischen Land zum Ziel gesetzt hat. Laut Schätzungen haben dort nur 6 von 10 Einwohnern Zugang zu Trinkwasser, nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung verfügt über Sanitäranlagen. In den Townships hat Dana Beiler Präventionsarbeit geleistet und die Menschen über die gesundheitlichen Gefahren aufgeklärt, die zum Beispiel schlechtes Wasser mit sich bringt. Eine wichtige Aufgabe, die sie viel selbstbewusster gemacht hat, wie sie sagt. 

Im Anschluss hat die Beelitzerin an der Europa-Universität Flensburg Prävention und Gesundheitsförderung studiert. Ihre Abschlussarbeit schreibt sie derzeit zum Thema „Belastungen und Ressourcen von Asylbewerbern in Brandenburg“ – und ist auch dafür in die Spargelstadt zurückgekommen. Hier möchte sie Interviews mit den Flüchtlingen in Heilstätten und in Bad Belzig führen, um diese wissenschaftlich auszuwerten. Ihr interkultureller Hintergrund, sagt sie, sei auch für das Amt der Spargelkönigin eine Chance. „Wir müssen ab und zu über den Tellerrand schauen – nur dann werden auch wir gesehen.“

Seit dem 1. März lebt Dana Beiler wieder in Beelitz. Hier wird sie nun für die kommenden zwölf Monate in Kleid und mit Spargeldiadem einer der gefragtesten Gesprächs- und Fotopartner sein. „Ich freue mich, wieder zuhause zu sein. Die Stadt ist klein, ist aber so dicht an der Großstadt dran. Und in Beelitz sieht man jeden Tag eine positive Entwicklung – an Gebäuden, Plätzen oder in den Herzen der Leute wie jetzt mit der Bewerbung um die Landesgartenschau“, so die neue Spargelkönigin.

Am 16. April wird Dana Beiler ihre erste Amtshandlung übernehmen und die Saison auf dem Spargelhof Syring in Zauchwitz eröffnen.

  Foto: Gérard Lorenz, Text: Thomas Lähns - siehe auch Beelitzer Geschichten

Dana Beiler empfiehlt:
“Beelitzer Spargel” - Tagliatelle Knoblauch Parmesan
  • Zutaten:

  • 500 g weisser Spargel
  • 500 g grüner Spargel 
  • Salz, Zucker bei Bedarf, Muskatnuss
  • 50 ml Öl
  • 100 g Butter
  • 4 Knoblauchzehen
  • 250 g Crème fraîche
  • 1 EL fein geschnittener Schnittlauch
  • 1 EL fein gehackte Petersilie
  • 250 g Tagliatelle: schmale Bandnudeln, die meist zu kleinen Nestern zusammengerollt sind
  • 100 g Parmesan

Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. In ein Sieb gießen, mit kalten Wasser reichlich begießen, gut abtropfen lassen, mit Öl vermengen und beiseite stellen.
Spargel gründlich unter kaltem Wasser abspülen. Den grünen Spargel nur am unteren Drittel der Stangen schälen, den weißen von oben nach unten schälen. Von beiden Spargelsorten die Enden abschneiden.
Die weißen Spargelschalen in einen Topf geben. Je eine große Prise Salz und Zucker und so viel Wasser zugeben, dass die Spargelschalen knapp bedeckt sind. Die Spargelschalen bei mittlerer Hitze ca. 20 Min. kochen. Die Spargelschalen durch ein Sieb abgießen und den Spargelsud davon aufheben. Die Spargelstangen in ca. 3 Zentimeter Stücke schneiden, die Spitzen beiseite legen.
Die Spargelspitzen im Spargelsud mit  Butter bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten kochen.
Die Spargelstücke in  Butter hell andünsten. Den restlichen Spargelsud nach und nach zugießen, dabei die Flüssigkeit verdampfen lassen.
Butter in eine Casserole geben, bei mitteler Hitze zerfliessen lassen, 4 zerdrückte Knoblauchzehen hinzufügen und darin die Nudeln schwenken, bei Bedarf mit Salz, einer Prise Zucker und etwas geriebener Muskatnuss würzen.
Die Nudeln mit den Spargelstücken  und Spargelspitzen mischen, Crème fraîche, Schnittlauch und Petersilie hinzufügen  und alles mit fein geriebenen Parmesan bestreuen.

Stephanie Bathe ist die neue Beelitzer Spargelkönigin. Erstmals wird mit der 24-jährigen eine Soldatin die Stadt und das Edelgemüse repräsentieren. Eine Chance für alle, sagt sie.

Du bist seit sechs Jahren bei der Bundeswehr – und daher gewohnt, Uniform zu tragen. Wirst Du Dich als Spargelkönigin mit Diadem und Krone überhaupt wohl fühlen?
Absolut - ich war schon immer ein richtiges Mädchen, das als Kind am liebsten mit Puppen gespielt und Mamas viel zu große Schuhe angezogen hat. Ich weiß, das vermutet man nicht bei einer Soldatin. Aber welche Frau möchte nicht mal Königin sein? Und ich trage ja nicht nur Uniform - in meiner Freizeit achte ich auch auf Dinge wie Kleidung und Frisur.

Was hatte Dich dazu bewogen, zur Bundeswehr zu gehen?
Einige Freundinnen von mir hatten sich damals nach der Schule dazu entschlossen, da wollte ich nicht nachstehen. Meine Eltern haben mich darin bestärkt, vor allem mein Papa war stolz auf mich und ist es noch heute. Tatsächlich war es meine erste konkrete Berufswahl und ich habe mich sehr gefreut, dass es geklappt hat. Außerdem wollte ich mir beweisen, dass ich mehr kann, meine Grenzen entdecken. 

Und? Hat es funktioniert?
Der Dienst hat mich in vielen Bereichen verändert. Früher war ich zum Beispiel ein richtiger Sportmuffel. Heute laufe ich jeden Tag und möchte es nicht mehr missen. Und durch die Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Bundeswehr  habe ich gelernt, mit Bilanzen und Zahlen generell umzugehen. Ich war nie ein Zahlenmensch, aber nach meiner Dienstzeit möchte ich Finanzwesen studieren und auch in diesem Bereich arbeiten. Außerdem habe ich hier gelernt, mit jedem Menschen umgehen zu können. Das kann für eine Spargelkönigin ja nur von Vorteil sein.

Du bist in Rathenow geboren und aufgewachsen, kommst also nicht  aus Beelitz. In den kommenden Monaten repräsentierst Du trotzdem unsere Stadt. Das hatte es noch nie gegeben…
Es waren wohl auch schon skeptische Stimmen zu hören, aber man muss es mal so sehen: Eine aus einer anderen Stadt ist so begeistert von Beelitz, dass sie Stadt und Spargel auch nach außen hin vertreten möchte. Beelitz ist zwar „nur“ mein Dienstort, aber im Laufe der vergangenen Monate habe ich diese Stadt lieb gewonnen – auch weil ich sehe, wie fest mein Bataillon hier verwurzelt und wie groß der Rückhalt für Soldaten in der Einwohnerschaft ist. Jeden Tag lerne ich Beelitz ein bisschen mehr kennen - und damit wächst auch meine Überzeugung, dem Amt der Spargelkönigin gerecht zu werden.

Den Ausschlag zur Bewerbung gab aber ein anderer…
Ja, mein Kompaniechef Major Frank hatte die Idee, dass ich mich doch bewerben könnte - womit er bei mir auf offene Ohren traf. Für mich gab auch die Tatsache den Ausschlag, dass ich hier her versetzt wurde. Mein Dienstort war bis 2013 eine Kaserne in Schleswig-Holstein – also weit weg von zu Hause. Ich bin so dankbar, dass ich jetzt wieder in meiner Heimat arbeiten kann und bei meiner Familie bin. Dafür möchte ich etwas zurückgeben.

Heimat ist für Dich also mehr als der Ort, in dem Du wohnst? Ja, es hat mehr mit den Menschen zu tun, auch mit der Landschaft und der Natur. Ich wollte nie in der Großstadt leben. Stattdessen liebe ich es, mit dem Auto über die Landstraßen zu fahren, wenn sich Wälder und Felder abwechseln. Meine Großeltern hatten früher ein Haus in Nennhausen, einem Dorf bei Rathenow. Ich war fast jedes Wochenende da. Jetzt baue ich mit meinem Lebensgefährten ein Haus in Premnitz direkt an der Havel. Ländlicher geht es kaum.

Auf Facebook hat einer der Kameraden gepostet „Wir sind Königin!“. Sind hier alle so stolz auf Dich?
Die Kameradinnen und Kameraden freuen sich natürlich. Für viele ist es auch etwas Neues, eine Spargelkönigin in den eigenen Reihen zu haben. Ein weiterer Kommentar auf Facebook war auch: „Dadurch bekommt der Begriff ,Im Felde stehen‘ eine völlig neue Bedeutung.“ Dieses ungewohnte Bild einer Soldatin als Spargelkönigin lässt ja erst einmal aufhorchen, und das sehe ich als große Chance für alle Beteiligten. Mit diesem Argument habe ich offenbar auch den Spargelverein überzeugen können, mich zu wählen.

Da bleiben keine Fragen offen.
Da bin ich aber froh, dass Du die schwierigste gar nicht gestellt hast. Die nach dem Kleid…

Ich gehe davon aus, dass es in Flecktarn sein wird!
Na klar, was denn sonst?! (lacht) Nein, Spaß beiseite – um das Kleid wird immer ein großes Geheimnis gemacht, wie ich erfahren habe. Die Schneiderin Frau Jakobs hat bereits Maß genommen und entwirft es. Ich kann mich selbst mit Vorschlägen einbringen, worüber ich mich sehr freue. Das Ergebnis wird man dann am 15. April sehen, beim Spargelanstich auf dem Spargelhof Simianer in Busendorf.

Interview und Foto: Thomas Lähns

Stephanie Bathe empfiehlt:
“Beelitzer Spargel" – Champignon - Kräutercrêpe „mediterran"
  • Zutaten:
  • (Rezept für 4 Personen)
  • 350g Spargel – weiß
  • 10 Champignon – weiß
  • 250g Mehl
  • 1,5 Liter Milch
  • 250 g gegarte Erbsen & Möhren
  • frische Kräuter, zerdrückter Knoblauch
  • 3-4 Eier
  • 1 Prise Zucker
  • Speiseöl, Salz, Pfeffer
  • 30g Butter

Teigmantel:
Milch, Eier, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kräuter gut verquirlen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine kleine Grube drücken und von dort aus die Flüssigkeit mit dem Mehl zu einem dickflüssigen Teig verrühren und 20 Minuten ruhen lassen.

Füllung:
Den Spargel schälen und in kleine Stücke schneiden, in Salzwasser 10 Minuten kochen, so dass er noch bissfest ist. Champignons säubern, schneiden und mit den Möhren, Erbsen und Spargel in einer mit Butter erhitzten Pfanne ca. 10 Minuten schmoren lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Backen:
Eine Pfanne mit Speiseöl erhitzen und mit einer Kelle etwas Teig in die Mitte gießen. Die Pfanne drehen, bis sich der Teig über den Boden verteilt hat, wenden bis der Pfannkuchen auf beiden Seiten goldgelb ist. Das Gemüse auf dem Pfannkuchen verteilen, einschlagen und mit frischen Kräutern bestreuen. Dazu schmeckt ein leckerer grüner Salat

Die 28-jährige Michaela Kranepuhl ist die Beelitzer Spargelkönigin 2013 Wenn Michaela Kranepuhl abends nach Hause kommt, ist es für sie ein ganz besonderes Gefühl. Der Alltag fällt ab von ihr, wenn sie noch mit den Nachbarn plauscht, ihre Hühner füttert und dabei die Abendsonne im Wald versinken sieht. „Ich mag Reesdorf sehr“, sagt die 28-Jährige mit einer Überzeugung, die von Herzen kommt. Hier ist sie aufgewachsen, als Spross einer traditionellen Bauernfamilie hat sie die Landwirtschaft unmittelbar erlebt. Michaela Kranepuhl ist die neue Beelitzer Spargelkönigin.

Unter vier Bewerberinnen hat sie sich  letztendlich durchsetzen können und dabei mit weit mehr als nur gutem Aussehen gepunktet. Denn als Spargelkönigin muss sie auch mit Wissen glänzen und in Sachen Stadtgeschichte und Spargelanbau sattelfest sein. Die Familie  von Michaela Kranepuhl verbindet Tradition und Traditionsgemüse: Eltern und Großeltern hatten zu DDR-Zeiten  einige Reihen im Garten, schon deren Vorfahren bauten das Edelgemüse an.

Und so kam Michaela selbst schon als Kind mit dem Spargel in Berührung. Später half sie beim ortsansässigen Agrarbetrieb „Reesdorfer Bauern“ aus — im Verkauf und auch bei der Ernte. „Da merkt man erst, wie hart die Arbeit wirklich ist“, erinnert sie sich. Aber gerade deshalb sei der Spargel ja so ein exklusives Erzeugnis.

Seit Herbst vergangenen Jahres studiert die Reesdorferin Agrarwissenschaften an der Berliner Humboldt-Uni. Davor hatte sie als Rechtsanwaltsfachangestellte gearbeitet. „Aber meine Erfüllung war das nicht“, bemerkt sie im Nachhinein. Dass sie sich letztendlich für eine Zukunft in der Landwirtschaft entschieden hat, war da fast zu erwarten.

Immerhin: Damit erhöht sich auch die Chance, dass Michaela Kranepuhl ihrem Dorf erhalten bleibt. Sie lebt in dem großen Bauernhaus ihrer Familie und genießt die Abwechslung zum Studium in der pulsierenden Großstadt. Anders als in Berlin kennt sie hier jeden Einwohner und fast jeden Stein. Mit vielen Ecken des Ortes verbinden sich Geschichten, die zum Teil Jahrhunderte zurückreichen. Dass die  runde Siedlungsform des Ortes auf eine slawische Siedlung zurückgeht, oder dass die Böschungen am Rande von Reesdorf zu einem Schutzwall gehören, der das Dorf im Spätmittelalter umgab.

Das macht das Besondere an Reesdorf aus, und Michaela Kranepuhl will solchen Dingen weiter nachgehen. Mit ihrer Schwester Andrea hat sie sich vorgenommen, eine Ortschronik zu schreiben. Aspekte des Lebens im Zauche-Dörflein im Mittelalter haben die beiden bereits untersucht, demnächst wollen sie sich die Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg vornehmen. Dafür wollen sie mit Zeitzeugen aus dem Ort sprechen und deren Erlebnisse niederschreiben.

Bleibt zu hoffen, dass dafür in den kommenden Monaten Zeit übrig sein wird — denn erst einmal wird Michaela Kranepuhl als Beelitzer Botschafterin im Lande unterwegs sein. Ihre erste Amtshandlung ist der offizielle Spargelanstich am 18. April auf dem Spargelhof Josef Jakobs in Schäpe.

Schon Lampenfieber? „Noch bin ich ganz entspannt“, lacht sie. Wie kam sie eigentlich darauf, sich um das Amt zu bewerben? Ihre Freundin Christiane Kutzner, Spargelkönigin von 2006, habe ihr vorgeschwärmt, wie toll es wäre, das Amt auszuüben. Für die anstehende Saison hofft Michaela Kranepuhl vor allem auf eines: Viel Sonnenschein, damit der Spargel wächst und Beelitz und Reesdorf im optimalen Licht da stehen.

Erschienen in den Beelitzer Nachrichten, 24. Jg. / Nr. 3, März 2013

Michaela Kranepuhl empfiehlt:
Reesdorfer Spargelragout
  • Zutaten:
  • (Rezept für 4 Personen)
  • 1,5 Kg Spargel
  • 350 g Champignons
  • 40 g Butter
  • 30 g Weizenmehl
  • 1 Becher Craime fraîche
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Spargel sodann in gesalzenem Wasser gut bissfest kochen (ca. 10 Minuten - Kochzeit hängt von der Dicke des Spargels ab). In der Zwischenzeit die Champignons putzen und anbraten. Eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl zubereiten und das Spargelwasser dazugeben – das ganze soll eine sämige Konsistenz haben. Die Mehlschwitze mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Muskat abschmecken. Crème fraîche zur Mehlschwitze geben sowie Spargel und Champignons dazugeben. Der Spargel zieht im warmen Spargelragout noch durch und wird so noch etwas weicher.

So finden Sie uns!

  • B
  •  Route berechnen