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Illustration von Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten der Stadt Beelitz

Alles Rund um Energie

Vorwort zur Energierubrik

Begriffe wie „Energiewende“ und „Klimawandel“ tauchen täglich in den Nachrichten auf.

Oft erwachsen aus dieser Thematik Konfliktpotenziale, besonders wenn es um steigende Preise geht oder um den Bau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Häufig wird dazu an den Stammtischen kontrovers diskutiert. 

Andererseits wird zunehmend erkannt, dass die Einsparung fossiler Ressourcen sowohl ökonomisch als auch ökologisch geboten ist. Mittel- und langfristig kommen wir nicht an diesem Thema vorbei.

Auch die Stadt Beelitz kann und will im Rahmen Ihres Leitbildes einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften leisten. Neben den eigenen Anstrengungen vor allem im Bereich der kommunalen Liegenschaften und der Straßenbeleuchtung setzt die Stadtverwaltung auf Information der Bürger und Gewerbetreibenden.

Die „Energierubrik“ auf der Homepage der Stadt dient genau diesem Ziel.

Ich hoffe, dass das so bereitgestellte Informationsportal intensiv genutzt wird und so zur Klärung von Fragen beiträgt. Neben Grundinformationen werden zahlreiche Links zu einschlägigen Internetseiten angeboten.

Wer keine Antwort auf seine Frage findet, kann sein Problem im „Briefkasten“ darstellen – eine Nachricht über das Anregungen-Formular genügt.


Ihr Bürgermeister
Bernhard Knuth

Aktuelles

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Wirtschaftlichkeit energetischer Modernisierungen

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellt auf seiner Internetseite verschiedene Berechnungsmethoden und Anwendungsgebiete für Modernisierungsmaßnah-men vor. Außerdem kann man ein Berechnungstool (in Form einer Excel-Tabelle) herunter-laden, das die zu erwartende Energieeinsparung gegenüber einem Ausgangszustand über-schlägig berechnet. Darüber hinaus wird über die Anforderungen der EnEV informiert. www.bbsr-energieeinsparung.de/EnEVPortal/DE/Home/home_node.html

 

Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk „Renewable Energy Policy Network for the 21st Century“ (REN21) hat im „Global Status Report 2017“ festgestellt, dass etwa ein Viertel der weltweiten Stromerzeugung aus Anlagen stammt, die erneuerbare Energiequellen nutzen. Im Jahr 2015 deckten Erneuerbare Energien noch 20 % des globalen Gesamtenergieverbrauches. Die installierte Leistung an Erneuerbaren hat sich im letzten Jahr weltweit um rund neun Prozent erhöht. Damit wurden im Jahr 2016 wieder mehr Stromerzeugungskapazitäten aus Erneuerbaren-Anlagen installiert als aus fossil befeuerten Kraftwerken.

zum vollständigen Artikel: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2017/20170608-anteil-an-erneuerbaren-energien-steigt-weiter.html

   

Steuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge verlängert

Mit der Verlängerung der Energiesteuerermäßigung für Erdgas als Kraftstoff setzt die Bundesregierung ein klares Signal. Mit Erdgas betriebene Fahrzeuge stoßen rund 25 Prozent we-niger CO2 als Benzinfahrzeuge und etwa 90 Prozent weniger Stickoxide als Dieselfahrzeuge aus. Außerdem produzieren sie nahezu keinen Feinstaub. Erdgasfahrzeuge können somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung leisten. Laut Regierungs-entwurf soll die Energiesteuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge bis zum Jahr 2026 fortgesetzt werden zunächst im gleichen Umfang wie bislang, ab 2024 greift dann eine Degression.

zum vollständigen Artikel: https://www.bdew.de/internet.nsf/ID/96DDA7965B0484B9C12580C80032C8DC?Open

Individueller Sanierungsfahrplan für Wohngebäude

Hauseigentümer scheuen oft eine Komplettsanierung, da der Planungs- und Investitionsauf-wand sehr hoch ist. Durch (Teil-) Sanierungen können jedoch die Kopplungseffekte, die sich durch ein Paket von Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen erge-ben, nicht genutzt werden. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) für Wohngebäude zeigt einen individuellen Sanierungsweg, der über mehrere Jahre läuft und verschiedene Maß-nahmen aufeinander abstimmt: Es erfolgt eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes, die auch die Schnittstellen zwischen den Gewerken berücksichtigt. Es wird vom Ziel her gedacht und die energetische Bewertung leicht verständlich und anschaulich dargestellt, so dass die energetisch hochwertigste Sanierungslösung gemäß den individuellen Rahmenbedingungen angestrebt wird.
Der iSFP wird als Bestandteil der vom Bund geförderten Energieberatung für Wohngebäude (BAFA-Förderprogramm „Vor-Ort-Beratung“) anerkannt. Fördervoraussetzungen und anträge unter www.BAFA.de. zum vollständigen Link: http://www.berliner-impulse.de/aktuell/impulse-zeitschrift/zeitschrift-2017/22017/andre-hempel-katharina-bensmann-individueller-sanierungsfahrplan-startet.html

Informationen zum Wärmeverbrauch helfen bei der Verbrauchssenkung

Mieter, die monatlich Informationen zu ihrem Heizungsverbrauch erhalten, können diesen durchschnittlich um 10 Prozent senken. Das ist das Ergebnis des Modellvorhabens „Bewusst heizen, Kosten sparen“. Diese Einsparungen werden von den Mietern mehrheitlich im ersten Jahr erreicht und danach weitgehend gehalten. Außerdem profitiert das gesamte Mehrfamilienhaus durch einen ver-stärkten Austausch von Informationen und einer Sensibilisierung davon, sodass in den be-trachteten Gebäuden der Heizungsverbrauch im Durchschnitt um 8 Prozent sank.

Zum vollständigen Artikel und zur gesamten Studie über diesen Link: https://www.dena.de/newsroom/meldungen/2017/dena-modellvorhaben-mehrheit-der-mieter-profitiert-von-informationen-zum-waermeverbrauch/

 

Elektromobilität

Über 70 Kommunen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren im Rahmen der Förder-richtlinie Elektromobilität finanziell vom Bundesverkehrsministerium unterstützt worden. Durch das 2015 installierte Programm werden unter anderem die Beschaffung von Elektroau-tos und der Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur in den Kommunen gefördert.
Die Umstellung kommunaler Fuhrparks und Fahrzeugflotten sei ein zentraler Hebel und eine wichtige Möglichkeit für die Kommunen, mit gutem Beispiel voranzugehen. In vielen Städten werde künftig die Umstellung auf E-Busse und Pedelecs ein wichtiges Thema. Mit dem Start des Bundesförderprogramms Ladeinfrastruktur soll das Ladenetz bundesweit auf 15 000 Säu-len ausgebaut werden.

Zum vollständigen Artikel: https://www.zfk.de/nc/artikel/e-mobility-es-entsteht-ein-flaechendeckendes-netz.html

Der Renault ZOE ist mit einer neuen Lithium-Ionen-Batterie erhältlich, die seine Reichweite nahezu verdoppelt. Bei einem gemischten Fahrzyklus (inner-, außerstädtisch, Schnellstraße bis 90 km/h) bei milden Außentemperaturen können so effektiv rund 300 Kilometer zurückge-legt werden.

Infos zu den am Markt erhältlichen Modellen erhält man u.a. unter folgender Adresse: http://www.goingelectric.de/elektroautos

Die Förderung beim Kauf eines Elektrofahrzeugs (Umweltbonus) läuft weiter. Weitere Infor-mationen gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) unter dem fol-gendem Link: http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html

Kaufprämie für Elektrofahrzeuge

Elektrofahrzeug

Das Programm zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen trat am 2. Juli 2016 in Kraft (Richtlinie vom 29.06.2016). Mit einem elektronischen Antragsformular kann die Förde-rung für alle förderfähigen, elektrisch betriebenen Fahrzeuge beantragt werden, die ab dem 18. Mai 2016 erworben wurden.

Gefördert wird der Kauf eines reinen Elektrofahrzeugs mit 4.000 Euro und Hybridfahrzeuge, also Fahr-zeuge mit Elektroantrieb und zusätzlichem Verbrennungsmotor, mit 3.000 Euro. Die Förderung soll bis 30. Juni 2019 gelten bzw. bis die 1,2 Milliarden Euro, die sich Bund und Autoindustrie teilen, aufge-braucht sind.

Weitere Informationen http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/elektromobilitaet/index.html oder bei jedem Autohändler.

Buch zum Thema Energiewende

Das Informationsangebot des Berliner ImpulsE-Programms im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin unter Redaktion der Energie- und Umwelt-Managementberatung Pöschk empfiehlt das Buch energie.wenden – Chancen und Herausforderungen eines Jahrhundertprojekts.
Es erläutert die Grundlagen und aktuellen Herausforderungen der Energiewende verständlich und umfassend, gibt Einblicke in Innovationen und stellt Projekte aus aller Welt vor.

Weitere Informationen: http://www.berliner-impulse.de/

oekom Verlag: https://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/energiewenden.html/

Energiepreise

Preisindizes

Im ersten Halbjahr Jahr 2017 sind

  • die Strompreise leicht gestiegen,
  • die Erdgas- und Fernwärmepreise weiter leicht gesunken und
  • die Heizölpreise verharren auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Gesetze

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Gesetze und Verordnungen

Für den Energie-Bereich gelten zahlreiche Gesetze. Um welche es sich vor allem handelt und was sie regeln, erfahren Sie auf dieser Seite.

  • Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
  • Energieeinsparverordnung (EnEV)
  • Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG)
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
  • Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)
  • Heizkostenverordnung (HeizkostenV)

Wer den Wortlaut der Gesetze benötigt, kann unter http://www.gesetze-im-internet.de im Internet nachschlagen. Für alle anderen hier kurz das Wesentliche zum Inhalt im Überblick:

Energiewirtschaftsgesetz
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Energiewirtschaftsgesetz

Zusammen mit der Stromnetzzugangs-verordnung (StromNZV), der Gasnetzzugangs-verordnung (GasNZV), der Stromnetzentgelt-verordnung (StromNEV) und der Gasnetzentgelt-verordnung (GasNEV) regelt das EnWG wichtige Grundsätze der Strom- und Gasversorgung.
Dazu zählen insbesondere

  • die Entflechtung von Energieversorgung und Netzbetrieb,
  • der diskriminierungsfreie Netzzugang,
  • die allgemeine Anschlusspflicht,
  • die Pflicht der Lieferer zur Grund- und Ersatzversorgung und
  • die Pflicht zur Stromkennzeichnung.
Energieeinsparverordnung (EnEV)
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Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die EnEV enthält bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf von Gebäuden. Sie gilt sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude.

Für Neubauten werden umfangreiche Vorgaben zum Primärenergiebedarf und zum Wärmeschutz der Gebäudehülle gemacht. Für Wohngebäude gelten außerdem Vorgaben zum Hitzeschutz (sommerlicher Wärmeschutz), zur Luftdichtheit der Außenhülle und zum Mindestluftwechsel.

Für bestehende Gebäude, die saniert werden sollen, werden Mindestanforderungen an die zu erreichende energetische Güte von Bauteilen formuliert. Der Nachweis kann als Bauteil-Nachweis für den Wärmeschutz der geänderten Außenbauteilflächen oder als Gebäude-Nachweis für die Energieeffizienz des gesamten Hauses erfolgen (Primärenergiebedarf, Transmissionsverluste). Im Falle des Gebäude-Nachweises dürfen die Neubau-Anforderungen der EnEV um höchstens 40% überschritten werden.

Die EnEV ist die Grundlage für die Erstellung von Energieausweisen. Mit der Fortschreibung der EnEV werden die energetischen Anforderungen ab 2016 weiter verschärft. Die energetischen Standards für Neubauten steigen ab Januar um 25 Prozent. Zudem wird der Endenergiebedarf von Gebäuden im Energieausweis auch in Form von Energieeffizienzklassen dargestellt. Außerdem müssen alte Heizkessel auf Basis flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe nach 30 Jahren Betriebszeit erneuert werden (nicht betroffen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel).

Für Bestandsgebäude sind keine Verschärfungen vorgesehen. Hier gelten nach wie vor die bereits 2015 geltenden Mindestwerte für die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte).
Voraussichtlich wird es 2017 eine neue EnEV geben.

Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz
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Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

Mit diesem Gesetz wird der anteilige Einsatz erneuerbarer Energie für alle neuen Gebäude zur Pflicht.

Mit dem Gesetz wird das Ziel verfolgt, den Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte bis zum Jahr 2020 auf 14 % zu erhöhen.

Für Bestandsgebäude gelten die Pflichten des Gesetzes nicht, mit einer Ausnahme: Da öffentlichen Gebäuden eine Vorbildfunktion zukommt, müssen sie im Ergebnis grundlegender Renovierungsarbeiten ebenfalls einen bestimmten Anteil an erneuerbaren Energien nutzen.

Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sieht vor, das EEWärmeG mit der EnEV abzugleichen. Dabei muss man insbesondere die Überschneidungen an Schnittstellen prüfen sowie die Möglichkeiten das Gesetz zu vereinfachen, damit die erneuerbaren Energien besser in die Wärmeversorgung von Gebäuden integriert werden können. Auch soll geprüft werden, inwieweit man das EEWärmeG und die EnEV zusammenlegen kann.  

Erneuerbare-Energien-Gesetz
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Erneuerbare-Energien-Gesetz

Zweck dieses Gesetzes ist es, die Verbreitung und Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.

Das Ziel besteht darin, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2025 auf 40 bis 45 % zu erhöhen.

Das EEG umfasst detaillierte Regelungen zur Vergütung des aus regenerativen Quellen erzeugten Stroms. Nachdem im Juli 2014 auch der Bundesrat zugestimmt und die EU-Kommission die beihilferechtliche Genehmigung beschlossen hat, ist das novellierte EEG zum 01.08.2014 in Kraft getreten.

Zurzeit wird an einer Neufassung des EEG-Gesetzes gearbeitet. Am 08.06.2016 wurde die Reform zunächst vom Kabinett verabschiedet. Sie soll 2019 in Kraft treten. Künftig sollen sich neue Anlagen dem Wettbewerb stellen – in Ausschreibungen soll der günstigste Bieter zum Zuge kommen. Es wird befürchtet, dass im Ergebnis z. B. Bürgerwindparks schwerer zu realisieren sein werden.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz
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Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Am 3.12.2015 wurde die Neufassung des Kraft-WärmeKopplungsgesetzes (KWK-G 2016) vom Deutschen Bundestag angenommen. Auch der Bundesrat hat zugestimmt. Es ist am 1.1.2016 in Kraft getreten und löst damit das KWK-G 2012 ab.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versteht man die die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom. Diese Gleichzeitigkeit vermindert die Verluste gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom (im Kraftwerk) und Wärme (vor Ort beim Nutzer).

Das KWK-Gesetz regelt deshalb die Förderung der KWK vor allem im Bereich kleiner und kleinster Anlagen (d.h. im Bereich ab etwa 1 Kilowatt elektrischer Leistung bis 2 Megawatt).
Da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von KWK-Anlagen verändert haben, wurden insbesondere die Zuschläge für den erzeugten, den ins Netz eingespeisten und den selbst verbrauchten Strom mit dem KWK-G 2016 neu geregelt. Die Förderdauer beträgt zukünftig bis zu einer elektrischen KWK-Leistung von 50 kW 60.000 Vollbenutzungsstunden. KWK-Anlagen über 50 kW erhalten wie bisher eine KWK-Förderung über einen Zeitraum von 30.000 Vollbenutzungsstunden. Neu errichtete BHKWs bis 50 kW Leistung können einen KWK-Zuschlag bis zu 8 Cent pro erzeugter Kiliowattstunde erhalten.

Details hierzu findet man zum Beispiel unter folgenden Adressen:
http://www.noerr.com/~/media/Noerr/PressAndPublications/News/2015/Energie/Noerr-ueberblick-KWKG-2016.pdf und http://www.asue.de/node/2262

Neu ist auch die Pflicht, KWK-Strom, der nicht selbst verbraucht wird, direkt zu vermarkten. Diese Pflicht gilt für alle KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung von mehr als 100 kW und wird abhängig von der Anlagengröße schrittweise eingeführt.

Heizkostenverordnung
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Heizkostenverordnung

In der Heizkostenverordnung sind alle Regelungen zusammengefasst, die der Umlage der Heiz- und Warmwasserkosten in vermieteten Gebäuden auf die einzelnen Nutzer dienen.

Folgende Kostenpositionen können demnach auf die Mieter umgelegt werden:

  • Brennstoffkosten, Betriebsstrom, Kosten der Wartung und Bedienung, Überwachung, Pflege, Prüfung, Reinigung und Einstellung der Anlage Kosten, Schornsteinfeger, Kosten der Mess- und Erfassungstechnik, Eichkosten, Kosten für die Erstellung der Heizkostenabrechnung, Kosten der Verbrauchsanalyse
  • Kosten der Wärmelieferung (wenn die Heizungsanlagen nicht vom Vermieter selbst betrieben werden)

Förderung

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Fördermöglichkeiten im Energiebereich

Im Energiebereich bestehen zahlreiche Fördermöglichkeiten. Die „Förderlandschaft“ ist jedoch ständig in Bewegung, so dass an dieser Stelle immer nur ausgewählte Themen und Fördergegenstände dargestellt werden können. Wer sich umfassend informieren möchte, kann die Förderdatenbank des Bundes im Internet unter http://www.foerderdatenbank.de nutzen. Er findet dort EU-, Bundes- und Länderprogramme. (auch als Download unter http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=221032.html)

Für einige ausgewählte Fördermöglichkeiten finden Sie erste Informationen im nachstehenden Text:

  • KfW-Bank
  • BAFA
  • ILB Brandenburg
KfW-Bank
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Die KfW-Bank fördert Vorhaben von Privatleuten und Unternehmen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit zinsgünstigen Krediten und/oder Zuschüssen für den Erwerb, Neubau, die Sanierung und/oder Erweiterung von Immobilien.

Hier sind einige geförderte Bereiche mit den zugehörigen Programmen für Privatpersonen aufgeführt:

  • Energieeffizient Bauen (Programm 153; Kredit)
    Für Bau oder Kauf eines neuen KfW-Effizienzhauses.
  • Energieeffizient sanieren (Programm 151/152; Kredit)
    Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen.
  • Energieeffizient sanieren (Programm 430; Zuschuss)
    Für energetische Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen oder energetische Einzelmaßnahmen.
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Brennstoffzelle (Programm 433; Zuschuss)
    Für den Einbau von Brennstoffzellensystemen.
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung (Programm 431; Zuschuss)
    Für die Planung und Baubegleitung durch einen Experten für Energieeffizienz. Nur in Kombination mit den Programmen 151/152 oder 430 und 153.
  • Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit (Programm 167; Kredit)
    Für die Umstellung von Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien.
  • Erneuerbare Energien - Standard – Photovoltaik (Programm 274; Kredit)
    Für die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Kauf, Kosten für Aufbau, Erweiterung gebrauchter Anlagen, sowie Batteriespeicher.
  • Erneuerbare Energien – Speicher (Programm 275; Kredit)
    Für die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen.

Für Unternehmen jeglicher Größe bietet die KfW eine attraktive Förderung für eine Vielzahl von Umweltschutzmaßnahmen, beispielsweise:

  • KfW-Umweltprogramm (Programm 240; Kredit)
    Umwelt schützen und Ressourcen schonen.
  • BMUB-Umweltinnovationsprogramm (Programm 230; Kredit, Zuschuss) Für innovative großtechnische Pilotvorhaben, die die Umwelt nachhaltig entlasten – Projekte mit Vorbildcharakter, die bisher nicht am Markt umgesetzt wurden.

Weitere Informationen und zusätzliche Programme finden Sie unter https://www.kfw.de/.
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
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Das BAFA biete viele Informationen und Förderprogramme rund um das Thema Energie an.

Vor-Ort-Beratung
Die Vor-Ort-Beratung steht im Zusammenhang mit der Energiepolitik der Bundesregierung. Eine qualifizierte Beratung soll helfen, Energieeinsparpotenziale zu finden und Wege zur Erhöhung der Energieeffizienz in Wohngebäuden aufzuzeigen.

Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss, den der Berater erhält. Dieser ist dazu verpflichtet, diesen mit seinen in Rechnung gestellten Beratungskosten zu verrechnen.

Beim Vor-Ort-Termin ermittelt der Energieberater die wesentlichen Gebäudedaten und erstellt daraus einen Energieberatungsbericht.

Der Kunde einer solchen Beratung kann wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts
  • für eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).

Auf den Seiten des BAFA (http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Vor_Ort_Beratung/vor_ort_beratung_node.html) können alle Eigentümer, Mieter oder Pächter, die in ihrer Umgebung verfügbaren Energieberater mit Hilfe der Beratersuche finden.

Energieberatung im Mittelstand
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen durch qualifizierte und unabhängige Beratungen Informationsdefizite abbauen, Energiesparpotenziale erkennen und Energieeinsparungen realisieren können. Dazu bietet das BAFA dieses Angebot an. Antragsberechtigte, die Art und Höhe der Förderung sowie weitere Informationen erhalten Sie hier:
http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Mittelstand/energieberatung_mittelstand_node.html

Heizen mit erneuerbaren Energien (Marktanreizprogramm)
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert weiterhin die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien durch den Einsatz von Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpen. Im Einzelnen werden die folgenden Anwendungen gefördert:

Errichtung oder Erweiterung von Solarkollektoranlagen zur:
  • Warmwasserbereitung
  • Raumheizung
  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • Solaren Kälteerzeugung
  • Zuführung der Wärme und/oder Kälte in ein Wärme- und / oder Kältenetz
  • Bereitstellung von Prozesswärme
Weitere Informationen zur Förderung von Solarkollektoranlagen:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/solarthermie/index.html

Errichtung oder Erweiterung von Biomasseanlagen:
  • Kessel zur Verbrennung von Biomassepellets und -hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz
  • besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
Weitere Informationen zur Förderung von Biomasseanlagen: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/biomasse/index.html

Errichtung von effizienten Wärmepumpen zur:
  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden
  • Raumheizung von Gebäuden, wenn die Warmwasserbereitung des Gebäudes zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • Bereitstellung von Prozesswärme
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze
Weitere Informationen zur Förderung von Wärmepumpen:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/waermepumpen/index.html

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)
Heizungsaustausch mit gleichzeitiger Verbesserung der Energieeffizienz
Seit dem 01.01.2016 unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Zusatz zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt durch das o. g. Marktanreizprogramm den Heizungsaustausch mit gleichzeitiger Verbesserung der Energieeffizienz:

Gefördert wird der Austausch ineffizienter Altanlagen durch moderne Heizungen bei Nutzung erneuerbarer Energien in Kombination mit einer Optimierung des gesamten Heizungssystems.

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/apee/index.html

Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen
Förderung von KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 20 kW (Investitionszuschuss).
Aktuelle Informationen und Details zu den einzelnen Fördermöglichkeiten erhalten Sie unter http://www.bafa.de/bafa/de/energie/index.html.
Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
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  • Die Landesregierung hat am 31.03.2016 die Neuauflage des RENplus-Programms zur Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien und zur Erhöhung der Energieeffizienz beschlossen. Näheres erfahren Sie unter https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/renplus_2014_2020/index.html.
  • Brandenburg-Kredit Energieeffizienter Wohnungsbau: Die ILB ergänzt die Förderprogramme der KfW Bankengruppe „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“ mit einem weiteren Tilgungszuschuss.
  • Brandenburg-Kredit Mietwohnungsneubau: Förderung des Neubaus von preiswertem Wohnraum, vor allem in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt. Er kann eigenständig oder in Ergänzung zu weiteren Förderungsmöglichkeiten beantragt werden.
  • Brandenburg-Kredit Wohnraum Modernisieren: Förderung der Modernisierung von Mietwohnraum. Zinsverbilligte Darlehen ermöglichen es, Wohnraum zukunftsorientiert herzurichten und anschließend preisgünstig am Markt anzubieten.
  • Mietwohnungsbau Modernisierung: Die ILB fördert die generationengerechte Anpassung von Mietwohngebäuden durch Modernisierung und Instandsetzung mit zinsfreien Darlehen.
  • Mietwohnungsbau Neubau: Die ILB fördert den Neubau und die Neuschaffung von Mietwohngebäuden mit zinsfreien Darlehen.
  • Wohneigentum - Modernisierung/Instandsetzung mit energetischer Sanierung: Die ILB fördert die energetische Sanierung von selbst genutztem Wohneigentum in Innenstädten mit zinsfreien Darlehen.
Detailinformationen finden Sie über den ILB-Förderfinder auf der Seite http://www.ilb.de/de/index.html

Energiespartipps

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Energiesparen schont Ressourcen, vermeidet CO2-Emissionen und spart Geld. Energiesparen ist zusammen mit der Nutzung erneuerbarer Energien und dem Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung das Kernstück der Energiewende. Die EU-Kommission hat als europäisches Sparziel 30 % bis 2030 vorgegeben. 

„Königsweg“ zur Energieeffizienz:

  • Energiebedarf senken
  • So viel wie möglich vom verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien decken bzw. mit CO2-armen Energieträgern bzw. Technologien
  • Restbedarf mit konventionellen Mitteln decken
Im Folgenden werden Hinweise zu folgenden Themen gegeben:
  • Energiesparen in Haushalt und Kleingewerbe
  • Energiesparen bei Heizung und Warmwasser
  • Heizung im Einfamilienhaus
  • Berechnungstool für energetische Sanierung
Energiesparen in Haushalt und Kleingewerbe
+
Mitdenken / Zählerstände kontrollieren:
Stromverbrauchsmessgerät

Energiesparen beginnt damit, den Energieverbrauch zu hinterfragen und (zumindest von Zeit zu Zeit) zu kontrollieren. Dazu kann z. B. ein Strommessgerät wie das rechts abgebildete verwendet werden. Solche Geräte erhalten Sie u. a. im Energiesparshop der EMB.

Aber auch das monatliche Ablesen von Gas- und Stromzählern kann Aufschlüsse über das Verbrauchsverhalten geben. Das Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen“ der Deutschen Energie-Agentur (dena), des Energiedienstleisters ista, des Deutschen Mieterbundes und des Bundesbauministeriums hat das bestätigt: Mieter, die monatlich über ihren Heizungsverbrauch informiert werden, benötigen im Durchschnitt 16 Prozent weniger Energie als Mieter, die keine regelmäßige Heizinformation erhalten. Eine regelmäßige Verbrauchsinformation kann offenbar dabei helfen, die sogenannte „zweite Miete“ zu senken und damit zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Beim o. g. Projekt wurden die Daten über Funkzähler erfasst, aufgearbeitet und über das Internet bzw. per Post den Mietern zur Verfügung gestellt.

Ob sich die so genannten „intelligenten Stromzähler“ (smart meter) bei den Privathaushalten durchsetzen werden, wird wesentlich davon abhängen, ob die Stromversorger differenzierte Tarife, z.B. für Schwachlastzeiten, anbieten. Zunächst soll ihr Einsatz nur dann für Haushalte verpflichtend sein, wenn der Jahresverbrauch über 6.000 kWh liegt.

Anschaffung sparsamer Elektrogeräte:
energieverbrauchskennzeichnung

Moderne Kühlschränke verbrauchen etwa halb so viel Strom wie alte Geräte. Ähnlich ist es mit Waschmaschinen und Geschirrspülern.

Beispiel: Ein zwölf Jahre alter Kühlschrank mit einem Volumen von 90 Litern frisst in einer Rechnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 392 Kilowattstunden im Jahr. Das Nachfolgemodell mit der Kennung A+++ braucht hingegen nur 157 Kilowattstunden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet Ihnen unter http://www.spargeraete.de/vzbv einen Service zur Abschätzung der Stromkosten von Alt- und Neugeräten.
Unter dem Link http://www.asue.de/node/2257 finden Sie eine Broschüre zum Thema.

Elektrogeräte auslasten bzw. optimal einstellen
Elektrogeräte optimal einstellen

Geschirrspüler erst laufen lassen, wenn er voll ist; Kapazität von Waschmaschinen ausnutzen; möglichst geringe Waschtemperatur wählen, 90°C-Programm vermeiden; trocken schleudern vor Einsatz von Trocknern; Herdplatten rechtzeitig abschalten und Restwärme nutzen; Kühlschrank bedarfsgerecht und nicht unbedingt auf kälteste Stufe einstellen.

Beispiel 1: Während ein Waschgang mit 60 °C etwa 0,9 kWh Strom verbraucht, sind es bei einem Waschgang mit 90°C bereits 1,4 kWh (entsprechend 0,5 bzw. 0,8 kg CO2).

Beispiel 2: Kühlschrank nicht auf höchster Stufe einstellen: 7°C zum Kühlen und -18°C zum Gefrieren

Elektrowärme minimieren

Strom aus Kraftwerken verursacht mir rund 600 g CO2 pro Kilowattstunde mehr Emissionen als z.B. Erdgas (rund 200 g/kWh).

Deshalb sollte, solange der Strom nicht aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, der Stromverbrauch für die Heizung und Warmwasserbereitung so gering wie möglich gehalten werden. Das heißt z.B.: Den Geschirrspüler immer voll auslasten und möglichst nicht halbleer laufen lassen.

Wenn Waschmaschine oder Geschirrspüler mit warmem Wasser aus einem Erdgas-Heizkessel versorgt werden, spart das summa summarum ebenfalls Energie und Kosten. Praktikabel sind solche Lösungen vor allem in Neubauten.

Beispiel:
15 Liter Leitungswasser von 10 °C auf 60 °C zu erwärmen (z.B. im Geschirrspüler) erfordert 0,9 kWh Strom. Das verursacht Kosten von 26 Cent und 0,5 kg CO2. Bei Verwendung von Erdgas fallen für dieselbe Wassermenge nur 7 Cent und 0,2 kg CO2 an.

Bedarfsgerechte und Energie sparende Beleuchtung

Eine zweck- bzw. arbeitsplatzbezogene Beleuchtung ist einer allgemeinen „Festbeleuchtung“ vorzuziehen. Energiespar- und LED-Lampen statt Glühlampen senken Stromverbrauch und –kosten um 70 bis 80 %.

Wo es möglich ist, kann eine automatische Schaltung dafür sorgen, dass das Ausschalten nicht vergessen wird (Treppenlichtautomatik; Präsenzmelder).

Stand-by vermeiden

Allein bei einem TV-Gerät kommt im stand-by-Modus ein vermeidbarer Stromverbrauch von bis zu 70 kWh im Jahr zusammen. Für weitere Geräte mit stand-by (PC mit Drucker und Monitor, Stereo-Anlage, DVD-Player usw.) können noch einmal 70 kWh anfallen.

Zusammen ergibt das ein Potenzial von rund 140 kWh/a mit Kosten von über 40 Euro pro Jahr und vermeidbaren CO2-Emissionen in Höhe von rund 86 kg/a.

Mit ein bis drei abschaltbaren Steckerleisten (Stückpreis ab 10 Euro) kann dieses Sparpotenzial erschlossen werden.

Energiesparen bei Heizung und Warmwasser
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Richtiges Lüften

Beim Lüften soll die verbrauchte, warme und mit Feuchtigkeit gesättigte Luft ausgetauscht werden. Möbel und Wände speichern Wärmeenergie, deren Auskühlen soll dabei möglichst vermieden werden, da die erneute Aufheizung unnötig viel Wärmeenergie verbrauchen würde. Je nach Jahreszeit können unterschiedliche Vorgehensweisen empfohlen werden.

Es gilt: Stoßlüftung bzw. Querlüftung statt Dauerlüftung und das mehrmals täglich bei abgedrehter Heizung. Die folgenden Zeitangaben beziehen sich auf die Dauer eines kompletten Luftaustauschs bei Windstille. Raum- und Fenstergröße beeinflussen die Zeiten. Sie dienen jedoch als Richtwert.

Bei der Stoßlüftung wird das bzw. werden dieFenster einer Raumseite für vier bis sechs Minuten ganz geöffnet (Winter), bzw. etwa doppelt so lange – acht bis 15 Minuten – im Frühjahr/Herbst. In den Sommermonaten kann der Luftaustausch bis zu 30 Minuten dauern.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte von Querlüftung Gebrauch gemacht werden. Dabei werden Fenster und/oder Türen gegenüberliegender Raumseiten ganz oder gekippt geöffnet. Hierbei dauert der Luftaustausch am kürzesten. Empfohlen wird für die Wintermonate zwei bis sechs Minuten, vier bis 15 Minuten im Frühjahr/Herbst und bis zu 30 Minuten im Sommer.

Von einer dauerhaften Kippstellung der Fenster wird außer in den Sommermonaten zwischen Mai und September abgeraten. Der Luftaustausch kann im Winter bis zu 75 Minuten dauern, während die in der Wohnung gespeicherte Wärme völlig an die Umgebung abgegeben wurde und das erneute Aufheizen unnötig viel Energie verbraucht.

Thermostatventile
Thermostatventil

Mit Thermostatventilen kann für jeden Raum die zweckmäßigste Temperatur eingestellt werden. Es gilt die Faustformel: 1 °C mehr Raumtemperatur = 6 % mehr Verbrauch. Empfohlene Werte: Schlafzimmer 15 - 18 Grad, Küche 16 - 18 Grad und Wohn- und Kinderzimmer 20 Grad.

Einmal als „passend“ empfundene Einstellungen sollten dauerhaft beibehalten werden, ein häufiges „Herumstellen“ sollte (außer beim Lüften) nach Möglichkeit unterblieben.

Wer programmierbare Thermostatventile nutzt, kann außerdem für die Zeit seiner Abwesenheit geringere Temperaturen einstellen, aber Vorsicht: ein Auskühlen der Räume sollte vermieden werden.

Heizung im Einfamilienhaus
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Wer seine Heizungsanlage modernisieren, ersetzen oder optimieren möchte und dafür einen Spezialisten sucht (Handwerker, Sachverständige, Energieberatung), kann sich u.a. an die Handwerkskammer Potsdam in der Charlottenstraße 34-36 wenden (Telefon 0331 3703-0; http://www.hwk-potsdam.de/9,512,bdbsearch.html)

energieeffiziente Heizungspumpen:

Das Herz der Heizungsanlage ist die Heizungspumpe. Sie transportiert das erwärmte Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Die Heizungspumpe verursacht allein rund 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Sie verbraucht häufig mehr Strom als Kühlschrank oder Gefriergerät. Der Austausch einer alten Umwälzpumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe der Energieeffizienzklasse A macht sich bei einem Einfamilienhaus nach drei bis fünf Jahren bezahlt.

veraltete Kessel tauschen:

Der Austausch veralteter Kessel senkt durch die Ersparnis von Öl und Gas die CO2-Emissionen und die Brennstoffkosten. Ob der alte Niedertemperatur-Kessel nach etwa 20 Jahren durch Brennwerttechnik oder z.B. durch eine stromerzeugende Heizung (Mikro-KWK-Anlage) ersetzt wird, hängt von den technischen Gegebenheiten und von den Vorstellungen des „Häuslebauers“ ab.

hydraulischer Abgleich:

Mit einem hydraulischen Abgleich wird eine ungleichmäßige Wärmeverteilung im Haus vermieden. Das spart Brennstoffkosten. Die Abstimmung der Einzelkomponenten durch einen Heizungsfachmann ist nicht nur im Zuge einer Heizungserneuerung sinnvoll. Auch bei bestehenden Heizanlagen kann diese Maßnahme zu spürbaren Einsparungen beitragen.
Ein hydraulischer Abgleich ist Voraussetzung für die Förderung der Heizungsmodernisierung durch die KfW bzw. das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wärmedämmung, Fenstermodernisierung:

Durch Wärmedämm-Maßnahmen und den Einbau neuer Fenster werden die Wärmeverluste eines Gebäudes verringert. Solche Maßnahmen verursachen relativ hohe Kosten, sorgen aber für einen dauerhaft niedrigen Energieverbrauch des Hauses.

Die Tabelle listet auf, mit welchen Kosten man bei einer nachträglichen Wärmedämmung rechnen kann bzw. muss (Quelle: www.energiesparen-im-haushalt.de):

Ob bzw. über welchen Zeitraum sich Dämmmaßnahmen „rechnen“, hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere aber von der (anzunehmenden) Steigerung der Energiepreise, von den Finanzierungsbedingungen (inkl. Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Fördermitteln) und von den Nutzungsbedingungen (z.B. Umlage der Modernisierungskosten bei vermietetem Wohnraum). Hier hilft nur eine genaue Berechnung anhand der örtlichen Gegebenheiten weiter.

Zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen können Sie u.a. auf die KfW-Programme 151/152 „Energieeffizient sanieren - Kredit“ oder 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ zurückgreifen:

Berechnungstool für energetische Sanierung
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Die dena hat ein Expertentool zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen entwickelt. Ergänzend zur Bilanzierung dient es Energieberatern und Architekten als nützliche Arbeitshilfe zur Darstellung energieeffizienzbedingter Mehrkosten. Mit der Ergebnisdarstellung kann der Experte dem Bauherrn anschaulich vermitteln, ob sich die Investitionen lohnen und unterstützt damit die Entscheidungsfindung. Es können mehrere Sanierungsvarianten berechnet und bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilt werden.

Das Expertentool wird hinsichtlich der gültigen Finanzierungs- und Förderbedingungen angepasst und wird regelmäßig überprüft.

Weitere Infos unter http://www.zukunft-haus.info

Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung

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Unter dem Begriff Erneuerbare Energien werden Energiequellen zusammengefasst, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Sie unterscheiden sich somit von den fossilen Energiequellen, die sich (wenn überhaupt) über wesentlich längere Zeiträume regenerieren. Das Gesamtspektrum der erneuerbaren Energien umfasst Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Erdwärme.

Als Synonym werden auch die Begriffe regenerative Energien oder alternative Energien verwendet.

Einige Erneuerbare Energien sind zwar praktisch unerschöpflich, aber trotzdem nur in begrenzter Menge verfügbar. Das gilt für alle auf Biomasse beruhenden Technologien. So kann z.B. dem Wald nur soviel Holz entnommen werden, wie nachwächst.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie (Kraft), die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke. Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei (im Unterschied zum ausschließlich Strom erzeugenden Kraftwerk) weitestgehend vermieden.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen kleinere KWK-Anlagen für die Versorgung einzelner Wohngebiete bzw. Häuser, sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW). BHKWs können sowohl mit fossilen Energieträgern (z.B. Erdgas) als auch mit Erneuerbare Energien (z.B. Biogas) betrieben werden.

Einer ersten Orientierung zum Thema dienen die folgenden Informationen:

  • Solarenergie – thermische Nutzung
  • Solarenergie – Photovoltaik
  • Wärmepumpen
  • Biogas / Biomethan
  • Windkraftanlagen
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Weitere Erneuerbare Energiequellen
  • Stromspeicher
  • Akzeptanz von Großanlagen
Solarenergie – thermische Nutzung
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Thermische Solarkollektoren wandeln Sonnenenergie in Wärme um. Sie erfordern auf Grund der saisonalen und tageszeitlichen Schwankungen die Kombination mit einem Speicher und mit einer stetig verfügbaren Wärmeerzeugungsanlage (Kessel, Wärmepumpe oder BHKW).

Pro Quadratmeter Kollektorfläche können meist zwischen 400 und 600 kWh gewonnen werden (abhängig von  Ausrichtung und Typ der Kollektoren abhängig).

Gefördert werden Solarkollektoren über das Marktanreizprogramm der BAFA nur noch, wenn sie auch zur Heizungsunterstützung verwendet werden.

Für die Größe der Kollektorfläche eines 4-Personen-Haushaltes in Ein- und Zweifamilienhäusern gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) folgende Orientierung:

  • Röhrenkollektor ca. 4 m²
  • Flachkollektor ca. 6 m²

Bei Neubauten sind die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes bestimmend für die Auslegung einer Solaranlage. Danach müssen bei Wahl einer Solaranlage mindestens 15 % des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes durch solare Strahlungsenergie abgedeckt werden.

Solarkollektoranlagen kosten komplett mit Speicher und Montage je nach Typ und Anbieter um die 1.000 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Bausätze können preiswerter sein. Im Betrieb benötigt eine Solaranlage etwas Strom (ca. 15 – 20 €/Jahr) und alle ein bis zwei Jahre eine Wartung (50 – 100 €/Jahr).

Solarenergie – Photovoltaik
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Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Der PV-Ausbau hat in den vergangenen Jahren rasant zugelegt. Der PV-Anteil an der Brutto-Stromerzeugung im Jahr 2013 lag bei rund fünf Prozent, das entspricht rund 30 Mrd. Kilowattstunden. Die hohen Zuwachsraten verstärken den Druck, effiziente Speichertechnologien zu entwickeln.

Der erzielbare energetische Nutzen (Solarertrag) der einzelnen Anlage hängt vom Typ der Solarzellen und vom Standort ab. Für Beelitz kann bei optimaler Ausrichtung der Paneele mit einem jährlichen Stromertrag von rund 950 kWh  je Kilowatt installierter Leistung (kWpeak) gerechnet werden. Für 1 kWpeak benötigt man eine PV-Anlage mit 8 bis 10 m² Solarfläche.

Die Anschaffungskosten für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Sie liegen derzeit bei knapp 1.400 Euro je Kilowatt installierter Leistung.

Auf Grund der stark  Einspeisevergütung für Solarstrom muss zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit ein möglichst hoher Anteil des erzeugten Stroms selbst genutzt werden. Empfehlungen gehen von mindestens 40 % aus. Deshalb sollte auch die Möglichkeit der Speicherung geprüft werden. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Die Vergütung für Solarstrom ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Demnach kann für Dachanlagen bis 10 kWpeak (in der Regel auf Ein- bis Zweifamilienhäusern oder Mietshäusern installiert), die Mitte 2014 in Betrieb gehen, mit etwa 12,5 Cent / kWh gerechnet werden. Dieser Wert wird schrittweise verringert.

Wärmepumpen
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Jahresarbeitszahlen

Wärmepumpen machen Umweltwärme nutzbar. Als Wärmequellen kommen vor allem Luft, Grundwasser und das oberflächennahe Erdreich in Betracht. Wärmepumpen funktionieren nach dem Prinzip des „umgekehrten Kühlschranks“: Sie entziehen der Umwelt Wärme und nutzen sie für die Heizung oder Warmwasserversorgung.

Als Antriebsenergie nutzen Wärmepumpen elektrischen Strom oder Erdgas. Der deutsche Markt für Wärmepumpen nimmt 2016 wieder Fahrt auf. Im ersten Quartal 2016 verzeichnete die Wärmepumpentechnologie ein deutliches Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2016 bereits rund 15.000 Geräte abgesetzt. Damit wurde eine Trendumkehr geschafft. Denn im Jahr 2015 war der Wärmepumpenmarkt noch um 2 Prozent geschrumpft.

Die BAFA fördert Wärmepumpen über das Marktanreizprogramm.

Entscheidender Parameter für die Effizienz von Wärmepumpen ist die Jahresarbeitszahl (JAZ), die als der Quotient aus abgegebener Wärme und verbrauchter Energie (meist Strom) definiert ist.

Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt die nebenstehenden Mindestwerte für die JAZ. Nutzer sollten sich vom Planer eine Mindest-Jahresarbeitszahl garantieren lassen.

Um eine möglichst hohe Jahresarbeitszahl zu erreichen, sollten Wärmepumpen geringe Vorlauftemperaturen (ca. 35 °C) liefern. Als Heizungssystem werden deshalb meist Fußbodenheizungen eingesetzt. Das schränkt die Anwendbarkeit in Bestandsgebäuden ein, wenn man den Aufwand für den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung berücksichtigt.

Wärmepumpen sind in der Anschaffung teuer. Eine Erd-Wärmepumpe mit einer thermischen Leistung von 10 kW kann beispielsweise Investitionskosten in einer der Größenordnung von rund 10.000 bis 12.000 Euro (brutto) verursachen. Hinzu kommen die Kosten für einen Erdkollektor von ca. 3.000 Euro. Systeme mit Bohrsonden liegen kostenmäßig noch darüber.

Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb ist ein spezieller Wärmepumpen-Stromtarif. Bei einigen Stromtarifen für Wärmepumpen muss beachtet werden, dass die Stromentnahme zu bestimmten Zeiten gesperrt ist. Für diese Sperrzeiten sollte ein Pufferspeicher vorhanden sein.

Biogas / Biomethan
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Biogas wird durch Vergärung organischer Stoffe erzeugt. Biogasanalgen verwerten z.B. neben Gülle pflanzliche Abfallprodukten oder Silage.

Die Biogasproduktion steht wegen der teilweisen Konkurrenz zur Nahrungsproduktion zuweilen unter Kritik, insbesondere dort, wo Einsatzstoffe wie z.B. Mais verwendet werden.

Das erzeugte Biogas wird in den meisten Fällen am Standort der Biogasanlage in BHKW eingesetzt. Für den erzeugten Strom sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz Vergütungssätze geregelt. Insbesondere für die erzeugte Wärme gibt es vor Ort oft (außer dem Eigenbedarf der Gärbehälter) keine vollständige Nutzung. Deshalb wird diese Wärme „über das Dach“ ungenutzt an die Umwelt abgegeben.

Biomethan entsteht durch die Aufbereitung von Rohbiogas mittels CO2-Abscheidung und Reinigung. Das so aufbereitete Biogas kann ins Erdgasnetz eingespeist werden und eröffnet die Möglichkeit, den Ort der Gaserzeugung vom Ort der Verwertung zu entkoppeln sowie das Erdgasnetz als Speichermedium zu nutzen. Damit kann über die Veredlung zu Biomethan das Problem der ungenutzten Abwärme aus den BHKW weitgehend gelöst werden.

Gasversorger bieten mitunter Mischprodukte aus Erdgas und Biomethan an, wobei die Preise höher als bei reinem Erdgas liegen. Auch wird Biomethan als Kraftstoff dem Erdgas an Erdgastankstellen zugemischt. 

Windkraftanlagen
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Windkraftanlagen wandeln die kinetische Energie des Windes in Strom um und speist ihn in das öffentliche Netz ein.

Man unterscheidet zwischen Anlagen an Land (onshore) und auf See (offshore). Stand der Technik sind Neu-Anlagen ab 3 MW Leistung und Masthöhen von 100 bis 150 m.

Brandenburg hat nach Niedersachsen die meisten Windräder in Deutschland. Mit ihren insgesamt mehr als 4.400 MW erzeugen sie pro Jahr etwa 9 bis 10 Mrd. Kilowattstunden.

Um die „Verspargelung“ der Landschaft zu begrenzen, werden Windeignungsgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 650 km² ausgewiesen, auf die künftig der Neubau von WKA beschränkt werden soll. Das Konfliktpotenzial ist sehr hoch – siehe Akzeptanz".

Eine technische Besonderheit stellen so genannte „kleine Windkraftanlagen“ dar. Für private Haus- und Grundstückseigentümer (auch Landwirte) kommen Anlagen bis 30 Kilowatt (kW) Nennleistung in Frage, da ein bestehender Hausanschluss bis zu dieser Leistung ohne Mehrkosten für den Betreiber genutzt werden kann. Für Privatpersonen werden am Markt vor allem Anlagen bis 5 kW angeboten. Bis etwa 1,5 kW Nennleistung wird auch von Mikro-Windenergieanlagen gesprochen. Diese stellen für Haus- und Grundstückseigentümer, aufgrund Ihrer geringeren Baumaße (bis ca. 4 m Durchmesser), die interessanteste Anlagengröße dar.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
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KWK-Anlagen sind streng genommen alle Anlagen, die gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme erzeugen. Die Betonung liegt auf nutzbar, denn im „normalen“ Strom erzeugenden Kraftwerk entsteht auch Wärme, die jedoch nicht (oder nur zu einem sehr geringen Teil) genutzt werden kann. Die Abwärme der meisten großen Kraftwerke geht deshalb an die Umwelt verloren.

Im Bereich kleinerer Verbrauchsmengen (Wohnblock, Wohngebiet, ggf. auch Ein- und Zweifamilienhäuser) ist das Mini- oder Mikro-Blockheizkraftwerk eine ausgereifte Lösung.

Eine solche Anlage hat eine elektrische Leistung zwischen 1 und 50 kW. Die thermische Leistung bewegt sich entsprechend zwischen 3 und 100 kW.

Ein BHKW mit 20 kW elektrischer Leistung kostet rund 50.000 Euro.

Von der BAFA werden Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW mit einem Zuschuss von bis zu 3.500 Euro gefördert. Eine Liste der geförderten Typen finden Sie unter http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/liste_mini_kwk_anlagen_2015.pdf 

Weitere Erneuerbare Energiequellen
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Es existieren weitere erneuerbare Energiequellen, deren Nutzung in Brandenburg jedoch stark eingeschränkt ist:
  • Geothermie: Dabei handelt es sich um die Nutzung der Erdwärme in großer Tiefe. Praktische Anwendungsfälle gab bzw. gibt es z.B. in Neubrandenburg und in Waren/Müritz. Solche Projekte sind mit enormen Investitionsaufwendungen und hohen technischen Risiken verbunden.
  • Wasserkraft: Das Wasserkraftpotenzial ist in Brandenburg überschaubar und, soweit wirtschaftlich nutzbar, auch bereits weitgehend erschlossen.
Stromspeicher
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Energiequellen wie Wind und Sonne stehen nicht bedarfsgerecht zur Verfügung. Die Einspeisungsschwankung dieser unstetigen Stromquellen muss entweder von Spitzenlastkraftwerken oder von Speichern ausgeglichen werden. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Am Pfingstwochenende 2014 hat die Photovoltaik mit mehr als 20.000 MW tagsüber etwa 50 % des gesamten Leistungsbedarfs in Deutschland abgedeckt. Nachts fällt dieser Anteil auf Null.
Als „Speichertechnologien“ sind u.a. bekannt bzw. Gegenstand weiterer Forschungen:

  • Pumpspeicherwerke:
  • sie nutzen überschüssigen Strom, um Wasser in die Höhe zu pumpen und bei Bedarf über Turbinen wieder zu Tal laufen zu lassen.
  • Vorteil: erprobte Technologie
  • Problem: kapitalintensiv, umweltbelastende Eingriffe in die Natur
  • Druckluftspeicherkraftwerke:
  • Sie nutzen überschüssigen Strom, um Luft in unterirdische Kavernen zu pressen und bei Bedarf über Turbinen wieder ausströmen zu lassen.
  • Vorteil: weniger umweltbelastende Eingriffe in die Natur
  • Problem: kapitalintensiv, wenig erprobte Technologie
  • Power to Gas:
  • darunter wird die Erzeugung von Wasserstoff mit überschüssigem Wind- oder Solarstrom mittels Elektrolyse verstanden (Elektrolyse = Aufspalten von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff)
  • Vorteil: Wasserstoff ist im Unterschied zu Strom relativ gut speicherbar und kann bei Bedarf im BHKW zu Strom gemacht werden oder ins Erdgasnetz eingespeist werden 
  • Problem: teure Elektrolyseanlagen, Infrastruktur
  • Power to Heat: nach dem „Tauchsiederprinzip“ wird überschüssiger Strom in Fernwärmeanlagen zur Erwärmung von Heizwasser verwendet, die Energie des Stroms wird im Wärmenetz gespeichert und ersetzt den üblichen Brennstoff
  • Vorteil: der Überschussstrom ersetzt fossile Energieträger
  • Batteriespeicher: in Batteriepaketen wird überschüssiger Strom gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben
  • Vorteil: erprobte Technologie, taugt nicht für die Stromversorgung von Städten 
  • Problem: taugt nicht für die Stromversorgung von Städten 
Akzeptanz von Großanlagen
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Grafik - Akzeptanz von Großanlagen

In der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg ist ein „Energiepolitisches Zielviereck“ definiert. Dabei spielen (anders als in früheren Dokumenten) die Akzeptanz durch die Bürger und ihre Beteiligung am Prozess der Planung und Vorbereitung eine wesentliche Rolle.

Das Land Brandenburg setzt auf eine Energie- und Klimaschutzpolitik, die auf Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien abzielt. Die Landesregierung hat das energie- und klimapolitische Ziel formuliert, dass bis 2030 der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 32 Prozent (%) (mindestens 170 PJ) betragen soll.

Bis zum Jahr 2030 sollen die Erneuerbaren Energien den gesamten Strombedarf in Brandenburg und Berlin rechnerisch decken können. Die Windkraft wird daran einen Anteil von 80 % haben. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden bei der Aufstellung und Fortschreibung der Regionalpläne auch Flächen in Waldgebieten in den Blick genommen.

Gegen den Ausbau der Windkraft, aber auch gegen neue große Gasleitungen, Biogasanlagen, Gaskraftwerke und Stromtrassen regt sich Widerstand. Dieses Konfliktpotenzial zu entschärfen, die Bürger in die Entscheidungen einzubeziehen und letztlich für solche Maßnahmen zu gewinnen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Brandenburger Energiepolitik in den kommenden Jahren.

Ein spezieller Aspekt von Großanlagen zur Biomassenutzung (insbesondere Biogasanlagen) ist die Flächenkonkurrenz. Darunter wird die Tatsache verstanden, dass landwirtschaftliche Nutzfläche, auf der energetisch nutzbare Pflanzen wie Mais, Roggen oder Gerste angebaut werden, für die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr zur Verfügung steht. In dieser Debatte spielen Fragen nach den Ursachen des Welthungers und damit nach der globalen Gerechtigkeit eine zentrale Rolle.

Das öffentliche Unbehagen darüber, dass potenzielle Nahrungs- und Futtermittel für die Gewinnung von Treibstoffen oder Strom und Wärme genutzt werden, sollte zum kritischen Nachdenken anregen: Es müssen Wege gefunden werden, wie die Energiefrage künftig gelöst werden kann, ohne dass die Ernährungssicherheit der Bevölkerung dadurch in Frage gestellt wird.

Grafik - Brutto-Stromerzeugung Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V., www.bdew.de

Beratungsangebote

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Energieberatung

Das Thema „Energie“ ist ein weites Feld, und zudem eines mit vielen Fachbegriffen. Deshalb sollte sich ein Nicht-Fachmann nicht scheuen, Beratungsangebote anzunehmen.
An dieser Stelle wird auf drei ausgewählte Möglichkeiten der Energieberatung hingewiesen:

  • Verbraucherzentrale
  • Expertenliste für Förderprogramme des Bundes
  • EMB-Kundenbüro in Beelitz

Welche Anlaufstelle für Sie die richtige Adresse ist, hängt vom Anliegen ab. Zur ersten Orientierung werden hier die Hauptinhalte der Beratungsangebote dargestellt: 

Verbraucherzentrale
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Logo - Verbraucherzentrale Brandenburg

Private Verbraucher können sich mit ihren Anliegen und Fragen zu folgenden Themen an die Verbraucherzentrale telefonisch oder per E-Mail wenden:

  • Ärger mit Versorgern, Anbieterwechsel
  • Energiespartipps
  • Erneuerbare Energien
  • Gebäudesanierung
  • Heizungssysteme
  • Klimaschutz
  • Neubau
  • Wohnen
  • Musterbriefe Energie
  • Bau-/Wohnberatung in Brandenburg (z.B. zur Heizkostenabrechnung)
  • Energieberatung in Brandenburg

Sie können auch die regelmäßige Sprechstunde der Verbraucherzentrale zur Energiesparberatung im Rathaus Beelitz nutzen:

Verbraucherzentrale Brandenburg
Beratungsstützpunkt Beelitz (Energiesparberatung)
Poststraße 15, 14547 Beelitz

Landesweites Termintelefon: 0331 / 98 22 999 5
(Mo bis Fr, 9-18 Uhr)

Öffnungs- und Beratungszeiten:
jeden zweiten Dienstag im Monat, 15:00 bis 18:00 Uhr

Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Die Energieberatung wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Es ist lediglich ein Unkostenbeitrag von 5 Euro zu entrichten. Für Leistungsempfänger ist die Beratung kostenlos.

Eine weitere Anlaufstelle (z. B. für Pendler) ist das Beratungszentrum Potsdam in der Babelsberger Straße 18, (Hauptbahnhof, Ausgang Nord; Öffnungszeiten: Mo 10-13 und 14-18 Uhr; Di 14-18 Uhr; Do 9-13 und 15-18 Uhr; Fr 9-13 Uhr).
Alle Anlaufstellen finden Sie unter http://www.vzb.de

Kostenpflichtige Beratung: An die Beratung in der Sprechstunde kann sich eine Energieberatung bei Ihnen zu Hause anschließen. Ebenso sind Vorsorgende Energie-Checks bei Ihnen zu Hause möglich: Basis-Check, Gebäude-Check, Effizienztechnik-Check.

Neben dem standardmäßigen Beratungsangebot werden von Zeit zu Zeit auch Sonderaktionen gestartet.

Expertenliste für Förderprogramme des Bundes
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Für alle die, die
  • die Vor-Ort-Beratung (BAFA),
  • das Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren (KfW) oder
  • das Programm KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz
in Anspruch nehmen wollen, gibt es unter https://www.energie-effizienz-experten.de das Portal „Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“.

Das Portal hilft beim Finden eines zugelassenen Beraters für das jeweilige Programm. Die bundesweit kostenlose Energie-Hotline 0800 0736734 steht Ihnen für alle Fragen rund um die Themen energetisches Bauen und Sanieren und zur Expertensuche zur Verfügung.

EMB-Kundenbüro in Beelitz
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Die EMB GmbH ist einer der in der Region tätigen Strom- und Erdgaslieferer. Die EMB unterhält in Beelitz ein Kundenbüro:

EMB-Kundenbüro Beelitz
Regionalbereich Havelland
Poststraße 8
14547 Beelitz

Öffnungszeiten
Dienstag 14:00 – 18:00 Uhr

Ansprechpartner ist Herr Matthias Braksch (03322 272-630, braksch.ma@emb-gmbh.de).

​Im Kundenbüro erfahren Privatkunden bei einer kostenlosen Fachberatung u.a., wie und wo Sie Energiekosten minimieren können. Ein Schwerpunkt sind dabei alte Heizungsanlagen.

Alternative Mobilität, alternative Antriebe

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E-Mobil in der Stadtverwaltung

Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte zum Stichtag 1. Januar 2017 insgesamt rund 62,6 Millionen Fahrzeuge (Kraftfahrzeuge und Anhänger, ohne Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen). Davon sind rund 45,8 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) und die Fahrzeugdichte beträgt 684 Kraftfahrzeuge pro 1.000 Einwohner.

Alternative Antriebe haben insgesamt ca. 714.000 Personenkraftwagen.

Bestand an PKW nach Kraftstoffarten Der Straßenverkehr ist mit etwa 18 % an den deutschen Treibhausgasemissionen beteiligt. Um diese Emissionen zu reduzieren, gibt es (neben den Themen „Verlagerung auf die Schiene“ und „Verkehrsvermeidung durch Regionalisierung“) mehrere Ansätze im Bereich der Fahrzeugtechnik.

An dieser Stelle wird auf folgende eingegangen:

  • Erdgas-Autos
  • Hybridfahrzeuge
  • Elektroautos
  • Autos mit Brennstoffzelle
Erdgasfahrzeuge
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Erdgasfahrzeuge sind eine ausgereifte technische Variante auf der Grundlage klassischer Verbrennungsmotoren. Sie besitzen neben einem Erdgastank, der für eine Reichweite von etwa 300 km sorgt, meist noch einen Benzintank, mit dem die nächste Tankstelle sicher erreichbar ist.

Es gibt in Deutschland knapp 94.000 Erdgasfahrzeuge, darunter neben rund 77.000 PKW auch rund 1.300 Busse und rund 14.700 LKW. Die Kraftstoff-Versorgung wird mit etwa 880 Erdgastankstellen sichergestellt (Quelle: BDEW; Stand 02/2017).

Die CO2-Emissionen sinken bei Erdgas-Einsatz anstelle von Benzin um 20 bis 25 %. Durch die Zumischung von Biogas kann sich dieser Prozentsatz weiter erhöhen.

Die nächsten Erdgastankstellen in der Region Beelitz befinden sich u.a. in Potsdam (3 mal), in Werder/Havel (Glindow, Autohof Neu-Plötzin), Linthe, Luckenwalde, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Genshagen und Berlin (15 mal).

Eine Übersicht erhältlicher Erdgasfahrzeuge erhalten Sie unter anderem unter www.gibgas.de/Fahrzeuge/Personenfahrzeuge.

Hybridfahrzeuge
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Als Hybridfahrzeug werden Kraftfahrzeuge bezeichnet, die von einer Kombination aus Verbrennungsmotor, Batterie und Elektromotor angetrieben werden. Dabei übernimmt der Elektromotor vor allem die energieintensiven Anfahrprozesse (z.B. im Stadtverkehr), während der Verbrennungsmotor für die weiten Strecken zum Einsatz kommt.

Der Verbrennungsmotor kann beim Hybridantrieb häufiger und länger in einem günstigen Wirkungsgradbereich betrieben werden. Anfallende überschüssige Energie wird über einen Generator für die Akkuladung verwendet. Beim Beschleunigen arbeiten Verbrennungs- und Elektromotor gemeinsam.

Beim Bremsen und im Schubbetrieb wird der größere Teil der Bremsenergie in den Akkumulator zurückgeführt (Nutzbremse). Insbesondere im Stadtverkehr tragen diese Rückgewinnungen zur Verbrauchsverminderung um bis zu 60 % bei. Die Lärmreduktion im Schubbetrieb, bei Stillstand oder bei Langsamfahren (Einparken) mit geladenem Akku ist im städtischen Raum ein weiterer Gewinn.

Erstes Serienfahrzeug dieses Typs war der „Prius“ von Toyota. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Modelle diverser Hersteller.

Elektroautos
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Elektroautos sind Fahrzeuge mit einem Elektromotor, die ihre Energie aus Batterien beziehen. Da das Elektroauto im Betrieb (Tank-to-Wheel = vom Tank bis zum Rad) keine relevanten Schadstoffe emittiert, wird es auch als Zero Emission Vehicle (ZEV) eingestuft. Dieser Begriff ist allerdings strittig, da die Erzeugung der Elektro-Energie nach wie vor mit Emissionen belastet ist. 

Die Bundesregierung verfolgt nachwievor das ambitionierte Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland auf die Straße zu bringen. Anfang 2017 waren in Deutschland ca. 50.000 Elektrokraftfahrzeuge zugelassen. Hinzu kommen etwa 166.000 Hybridfahrzeuge.

Elektroautos sind (noch) wesentlich teurer als „normale“ Fahrzeuge. Mit der Initiative der Bundesregierung „Nationales Schaufenster der Elektromobilität“ werden im BMVBS-Förderschwerpunkt "Elektro-mobilität in Modellregionen" 8 Modellvorhaben mit insgesamt 130 Millionen Euro gefördert. Dabei werden folgende Schwerpunkte untersucht:

  • Nutzerakzeptanz
  • Alltagstauglichkeit
  • Infrastrukturanforderungen
  • Umweltwirkungen
Eine der Regionen ist Berlin-Brandenburg mit mehr als 500 Ladestellen.

Das Problem der Reichweite verschwindet mit der Einführung moderner Batterien:
Der Renault ZOE ist mit einer neuen Lithium-Ionen-Batterie erhältlich, die seine Reichweite nahezu verdoppelt. Bei einem gemischten Fahrzyklus (inner-, außerstädtisch, Schnellstraße bis 90 km/h) bei milden Außentemperaturen können so effektiv rund 300 Kilometer zurückgelegt werden.

Infos zu den am Markt erhältlichen Modellen erhält man u.a. unter folgender Adresse:
http://www.goingelectric.de/elektroautos

Elektromobilität in Beelitz
Elektroauto für die Stadt Beelitz
Als  Vorreiter in Sachen Elektromobilität nutzt die Stadt Beelitz seit September 2014 Elektrofahrzeuge. Nutzer sind die Mitarbeiter des Rathauses.
Stromtankstelle in der Beelitzer Altstadt
In der Poststraße (Höhe Tourist-Information) wurde eine öffentliche Stromtankstelle errichtet.
Brennstoffzelle
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Logo - Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen Verband

Solche Fahrzeuge sind gegenwärtig noch nicht verbreitet, werden jedoch als Option für die Zukunft gesehen. Da die Brennstoffzelle als Verbrennungsprodukt nur Wasserdampf abgibt, wäre der Betrieb bei reinem Wasserstoffbetrieb CO2-emissionsfrei. Zurzeit gibt es deutschlandweit jedoch erst um die 25 öffentliche Wasserstofftankstellen. Bis Ende 2018 sollen es etwa 100 sein.

Toyota hat sein erstes Serienmodell „Mirai“ auf den Markt gebracht:

  • Kraftstoff: Wasserstoff
  • Kostenpunkt: rund 78.000 Euro
  • Reichweite: ca. 550 km mit einer Tankfüllung


Hyundai hat das Modell „Hyundai ix35“ auf dem Markt:
  • Kraftstoff: Wasserstoff
  • Kostenpunkt: rund 65.000 Euro
  • Reichweite: ca. 600 km mit einer Tankfüllung


Quelle: www.Automobilwoche.de

Energiepreise

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Energiesparen

Die Energiepreise sind in den vergangenen Jahren mehr oder weniger stark gestiegen. Die Preiserhöhungen sind häufig der Auslöser, über Energie sparende Maßnahmen nachzudenken. Einer ersten Orientierung dienen folgende Informationen:

  • Erläuterung von Grundbegriffen
  • Preisbestandteile bei Strom und Erdgas
  • Preisentwicklung
  • Preisniveau Region Beelitz
Begriffe
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Um Energiepreise richtig bewerten zu können, sollte man folgende Grundbegriffe kennen:

Arbeitspreis:
Preis für die Menge der bezogenen Energie (gebräuchlich bei Strom, Erdgas und Fernwärme); angegeben in Cent/kWh oder Euro/MWh.

Grundpreis:
jährlicher oder monatlicher Festpreis, der unabhängig vom Verbrauch zu entrichten ist (gebräuchlich bei Strom, Erdgas und gelegentlich bei Fernwärme); angegeben in Euro/Monat oder Euro/Jahr.

Leistungspreis:
Preis für die vom Lieferer vorgehaltene Leistung, angegeben in Euro/kW. Im Bereich der Kleinabnehmer für Strom und Erdgas kaum gebräuchlich, üblich in Fernwärmelieferverträgen sowie in Gas- und Stromlieferverträgen für größere Abnehmer. 

Preise nach Volumen oder Gewicht:
Für Pellets, Hackschnitzel, Heizöl und Flüssiggas sowie für Kraftstoffe werden die Preise in Euro/Liter, Euro/Hektoliter oder Euro/kg bzw. Euro/Tonne angegeben.

Mischpreis:
Quotient aus den gesamten Energiekosten (Summe aller Arbeitspreis-, Grundpreis- und/oder Leistungspreis-Entgelte) und der verbrauchten Energiemenge.

Preisbestandteile
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Die vom Endverbraucher zu zahlenden Energiepreise setzen sich aus einer Vielzahl von Einzelpositionen zusammen.

Die nachstehenden Grafiken zeigen beispielhaft die Zusammensetzung der Strom- und Erdgaspreise:

Strompreis Erdgaspreis

Einkauf und Vertrieb
Aufwendungen für Beschaffung an der Börse, Abwicklung des Geschäfts auf der Bezugs- und Verkaufsseite inkl. Gewinn.

 

Netznutzung
Entgelte für die Nutzung der Netze (werden von der Bundesnetzagentur reguliert)

Steuern und Umlagen (außer Mehrwertsteuer)
Strom- bzw. Erdgassteuer, außerdem bei Strom: EEG-Umlage, KWK-Umlage, weitere Umlagen

 

  Konzessionsabgabe
Jede Kilowattstunde Erdgas oder Strom gelangt über Leitungen zum Endverbraucher. Sofern sich diese Leitungen im öffentlichen Straßenland der Kommunen befinden, ist dafür ein Entgelt an die jeweilige Kommune zu zahlen.

 

Mehrwertsteuer
Die Summe der o.g. Positionen ergibt den Gesamtnettopreis. Auf diesen Betrag wird die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % aufgeschlagen.

Preisentwicklung
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Die nachstehenden Grafiken zeigen die Entwicklung der Energiepreise in den vergangenen Jahren (Indizes; Quelle: Statistisches Bundesamt):

Erzeugepreisindizes
Preisniveau Region Beelitz
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Grundsätzlich kann jeder Kunde seinen Energielieferer frei wählen. Insofern gelten für Beelitz (und jeden anderen Ort) die vom jeweils ausgewählten Lieferer angebotenen Preise. Die folgende Grafik gibt eine Orientierung über die Preisverhältnisse in der Region Beelitz anhand von Preisabfragen über das Internet:

Grafik - Energiepreise

(Preisstand Jun 2016, Quellen: Statistisches Bundesamt, Mineralölwirtschaftsverband, C.A.R.M.E.N. e.V., www.kostenguenstiger.de, www.gas24.de, eigene Recherchen):

Preisentwicklung

Entwicklung der Heizölpreise (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Grafik - Energiepreise

Entwicklung der Erdgas-Importpreise (Grenzübergangspreise) (Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Grafik - Energiepreise

… und in Beelitz? (Maßnahmen der Stadtverwaltung)

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Energie-Spar-Aktivitäten der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung Beelitz unternimmt seit Jahren umfangreiche Anstrengungen zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung. Nicht zuletzt mit dieser Energierubrik und den darin enthaltenen Informationen und Anregungen soll der Gedanke des sparsamen Umgangs mit Energie gestärkt werden.

An dieser Stelle folgen einige Informationen zu den Arbeitsfeldern der Stadtverwaltung im Energiebereich:

Verbrauchsmesser
  • Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften
  • Sanierung und Modernisierung, Energie sparendes Bauen
  • Modernisierung der Straßenbeleuchtung
  • Stadtwerke Beelitz
  • Elektromobilität
Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften
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Seit 2004 besteht für ausgewählte kommunale Einrichtungen (Diesterweg-Grundschule, Grundschule Fichtenwalde, Kita Platanenring, Gymnasium, Bauhof) im Rahmen der mit dem Ingenieurbüro W.E.N. Consulting GmbH abgeschlossenen Energie-Spar-Partnerschaft ein Energiemanagementsystem.

W.E.N. realisiert dabei in Zusammenarbeit mit dem Personal der Stadt u.a. folgende Aufgaben:

  • kontinuierliche Optimierung der Heizungsregelung, Anpassung an veränderte Nutzungsbedingungen in Absprachen mit den Leitern und Hausmeistern
  • Aufnahme von Messreihen für den Strom- und Wärmeverbrauch
  • monatliche Erfassung der Zählerstände
  • Kontrollgänge mindestens einmal im Quartal
  • regelmäßige Auswertung und Analyse der Verbrauchsentwicklung

Die intensive Betreuung hat z.B. dazu geführt, dass die drei mit Fernwärme versorgten Einrichtungen (Diesterweg-Grundschule, Kita Platanenring, Gymnasium) seit Beginn der Energie-Spar-Partnerschaft im Schnitt über 20 % Verbrauchssenkung erreicht wurden.

Sanierung und Modernisierung, Energie sparendes Bauen
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Die Stadt Beelitz hat planmäßig Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Liegenschaften realisiert. Als Beispiel sei hier die Kita im Platanenring genannt, deren Verbrauch zwischen 2005 und 2006 durch Dämmmaßnahmen von rund 530 auf etwa 380 MWh gesunken ist. Zusammen mit den Effekten aus dem Energiemanagement hat sich damit der Wärmeverbrauch hier mehr als halbiert.

Energetische Aspekte bestimmten auch den Bau der neuen Kita Am Park, die im Sommer 2013 übergeben wurde. Nach umfangreichen Diskussionen mit dem Planungsbüro wurde eine Bauvariante gewählt, die mit zusätzlicher Wärmedämmung den Wärmebedarf gegenüber der Ausgangsvariante noch einmal um 19 % reduziert und dadurch dauerhaft niedrige Brennstoffkosten garantiert.

Die Stadt hat eine Übersicht der energierelevanten Daten aller kommunalen Liegenschaften erstellen lassen.

In der nächsten Zeit sind seitens der Stadtverwaltung u.a. folgende Modernisierungsmaßnahmen geplant:

  • Energetische Modernisierung des Ärztehauses
  • Energetische Modernisierung der Solaroberschule
  • Umrüstung der Beleuchtung in Turnhallen auf LED
  • Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerkes am Standort der Grundschule in Fichtenwalde
Modernisierung der Straßenbeleuchtung
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Die Straßenbeleuchtung schlägt im Beelitzer Haushalt mit rund 1 Mio. kWh pro Jahr zu Buche, das sind bei den gegenwärtigen Preisen rund 260.000, Tendenz steigend. Um hier gegenzusteuern, hat die Stadt 2014 umfangreiche Mittel für die Ausstattung bestehender Straßenbeleuchtungsgebiete mit LED-Lampen eingeplant.

Den Anfang machte die Beelitzer Altstadt, der Bereich Kiefernwald und der Straßenzug An der Bahn in Beelitz-Heilstätten.

Mit den geplanten Maßnahmen wird der Stromverbrauch um insgesamt rund 98.000 kWh/Jahr sinken. Der Spareffekt der neuen Leuchten liegt bei durchschnittlich 72 %. Das entlastet den Haushalt jährlich um rund 25.500 Euro (Preisbasis: 2014) und die Umwelt dauerhaft um 59 Tonnen CO2.

Weitere Straßenzüge werden folgen.

Strassenbeleuchtung in Beelitz
Stadtwerke Beelitz
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Die Stadtwerke Beelitz GmbH sind vollständig in kommunaler Hand. Das Unternehmen versorgt in der Stadt Beelitz Wohngebiete, öffentliche Einrichtungen und industrielle Abnehmer mit Wärme. Schwerpunkte sind die Bereiche rund um den Platanenring und der Kiefernwald (Wärmenetze mit insgesamt 5.300 m Länge; KWK-Anteil rund 45 %). Die erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerke der Stadtwerke haben folgende Eckdaten:

  • BHKW im Kiefernwald: 48 kW elektrische und 77 kW thermische Leistung
  • BHKW WTA: 201 kW elektrische und 333 kW thermische Leistung
  • jährliche Betriebsstunden: etwa 7.500 bis 7.900 Stunden/Jahr
Elektromobilität
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Elektroauto für die Stadt Beelitz
Als Vorreiter in Sachen Elektromobilität nutzt die Stadt Beelitz Elektrofahrzeuge. Dazu wurde das Förderprojekt „InitiativE Berlin-Brandenburg“ genutzt.
Stromtankstelle in der Beelitzer Altstadt
In der Poststraße (Höhe Tourist-Info) wurde eine öffentliche Stromtankstelle errichtet.

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